Gegen die geistliche Armut der Reichen


Bild: AP
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Franziskus setzt die Lehre Benedikts XVI. trotz neuer Akzente weitgehend fort. Zärtlichkeit, Demut, Unabhängigkeit und Entweltlichung stehen im Zentrum seines Pontifikats

Von Alexander KisslerCicero

Benedikt XVI. argumentierte, Papst Franziskus appelliert. Das ist der größte Unterschied zwischen Vorgänger und Nachfolger. Mag manch erfrischender Umgangston das Amt in neuem Licht und den Pontifex wie einen Revoluzzer erscheinen lassen: Die Substanz der Verkündigung blieb unberührt. Die erste Botschaft nach der Wahl war ein Echo auf den letzten Satz Benedikts. Dieser hatte sich verabschiedet mit den Worten, „gehen wir miteinander weiter mit dem Herrn“; Franziskus betrat die Loggia des Petersdoms mit der Ankündigung, „jetzt beginnen wir diesen Weg, Bischof und Volk“: Christentum als Weggemeinschaft über Personalwechsel hinweg.

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1 Comment

  1. F setzt die Lehre von B16 weitgehend fort. Meint er vor allem, die „Zärtlichkeit“ der Gottesdiener zu, z.B. minderjährigen Untergebenen? Die dürfen dann in „Demut“ um Vergebung ihrer Schuld, wegen der Verführung ihrer armen, unschuldigen Seelsorger, bitten. Alles andere wäre ja „Entweltlichung“ und könnte in unvertretbarer und unverantwortbarer „Unabhängigkeit“ münden. 😉

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