Das Urteil des Supreme Courts: Klug – und typisch amerikanisch


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Dass das Oberste Gericht der USA mit seinen Urteilssprüchen am Mittwoch faktisch verbot, homosexuellen Ehen nicht die gleichen Privilegien (und Verantwortungen) zu geben und aufzubürden, ist epochal.

Kommentar von Jan Feddersentaz

Nicht nur, dass selbst bei den höchsten Verfassungsjuristen – wenn auch mit fünf gegen vier Stimmen – die noch vom demokratischen Präsidenten Bill Clinton signierte Bestimmung gegen die Ehe von Schwulen und Lesben kassierte.

Hätte vor zehn Jahren irgendjemand auch nur phantasiert, dass es in den USA ein gesellschaftliches Klima geben könnte, das nicht von (homophoben) Evangelikalenmilieus beherrscht wird, sondern von einer Atmosphäre, die es inzwischen für Schwulenhasser schwierig macht, selbst in konservativen Zirkeln satisfaktionsfähig zu bleiben?

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