Die Evangelikalen in Europa sind am frömmsten


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Die Religiosität ist bei Kirchenmitgliedern in Europa sehr unterschiedlich ausgeprägt. Am stärksten ist sie bei den Angehörigen evangelikaler Gruppen vorhanden, am wenigsten bei den theologisch anders ausgerichteten Mitgliedern evangelischer Großkirchen.

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Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) über Religiosität im internationalen Vergleich hervor, dem Religionsmonitor. Danach praktizieren die theologisch konservativen Protestanten – die als Evangelikale bezeichnet werden – ihren Glauben engagierter als Katholiken, Orthodoxe und (liberale) Protestanten der Großkirchen. Die Studie ging auch der Frage nach, wie ausgeprägt die Opfer- und Missionsbereitschaft unter Religiösen ist. Dazu heißt es: „Einen wirklich stark ausgeprägten Missionsgedanken findet man nur in der weitgehend muslimischen Türkei (63 Prozent), Brasilien (47 Prozent), Südkorea (44 Prozent) und den USA (35 Prozent). In den meisten europäischen Ländern falle diese Überzeugungsbereitschaft eher gering aus. Hier seien die Bürger häufig der Meinung, „Religion sei etwas Privates, und dementsprechend solle man im öffentlichen Leben eigentlich nicht darüber reden“. Im Blick auf Israel wird vermeldet, dort seien knapp 50 Prozent der Bürger bereit, große Opfer für ihre Religion zu erbringen. Dieser Wert werde nur in den USA, in Indien und der Türkei übertroffen.

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