Wirtschaft und Religion beschäftigen Israels Regierung


Bild: Abir Sultan/keystone
Die israelische Regierungskoalition hat sich in ihren ersten drei Monaten als ziemlich robust erwiesen. Wirtschaftsthemen und Fragen über das Verhältnis von Staat und Religion dominieren die Politik, während der Friedensprozess für tot erklärt wurde.

Von Monika BolligerNeue Zürcher Zeitung

Die im März vereidigte israelische Regierung hat in ihren ersten hundert Tagen Politiker wie Medien auf Trab gehalten. Die Debatten betreffen insbesondere ökonomische Fragen und das Verhältnis von Staat und Religion. Das Bündnis zwischen dem säkularen Fernsehstar Yair Lapid und dem nationalreligiösen Vorkämpfer der Siedler Naftali Bennett funktioniert bis jetzt aber erstaunlich gut. Während Bennett der von Lapid geforderten Integration der Ultraorthodoxen nicht im Weg steht – die nationalreligiösen Siedler leisten im Gegensatz zu vielen Ultraorthodoxen Wehrdienst –, ist Lapid seinerseits für die Siedler keine Bedrohung.

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