Vatikan-Bank: Monsignore festgenommen – nichts ist unmöglich


euro_vatikanEin Ex-Geheimdienstler bringt 20 Millionen Euro illegal von der Schweiz nach Italien. Ein Geistlicher aus der Vatikan-Verwaltung soll ihm dafür 400 000 Euro bezahlt haben. Bei der Aufklärung will der Heilige Stuhl die Justiz unterstützen.

Von Julius Müller-MeiningenRP Online

Es ist eine dieser Geschichten, die man aus Spionagefilmen kennt: Ein Agent fliegt in geheimer Mission Millionen-Summen in einem Privatflugzeug um die Welt. Dass der Urheber einer solchen Affäre ein Priester und wichtiger Mitarbeiter des Vatikans sein könnte, überstieg freilich bislang die Fantasien. Im katholischen Rom hingegen scheint nichts mehr unmöglich.

Nach dem „Vatileaks“-Skandal um gestohlene Geheimdokumente des Papstes und der von Papst Franziskus erwähnten „Homosexuellen-Lobby“ sorgt nun der nächste Skandal für Wirbel. Wieder einmal ist das Institut für die religiösen Werke (IOR), die Vatikan-Bank, mit im Spiel. Die italienische Polizei hat drei Männer festgenommen, darunter den Prälaten Nunzio S., der als Rechnungsprüfer einen wichtigen Posten in der Güterverwaltung des Vatikans innehatte. Die Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ berichtete, der 61-Jährige habe als „Monsignore 500“ bereits von sich reden gemacht, da er stets gut mit 500-Euro-Scheinen eingedeckt gewesen sei.

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