Samuel Kochs Wunderglaube


Foto: ZDF/Michael Kramers
Seit dem Unfall bei „Wetten, dass..?” hat sich Samuel Kochs Glaube gefestigt, aber auch verändert. Das berichtete der 25-Jährige in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit Peter Hahne. An Wunder glaube er aber noch immer.

pro Medienmagazin

Koch habe seit dem Unfall vor zweieinhalb Jahren „viel hinterfragt und gezweifelt”, sagte er im ZDF. Sein Glaube habe sich „intensiviert, in Teilen relativiert”. Ganz radikal habe er sein eigenes Christsein hinterfragen und sich neu finden müssen. Dennoch sei auch nach dem Sturz bei „Wetten, dass..?” für ihn klar gewesen: „Ich wende mich an den Hersteller” – Gott. Er habe im Krankenhaus die Zeit gehabt, sich „zu besinnen”. Ihm sei nach wie vor nicht klar, wie sein Schöpfer das Unglück habe zulassen können, sei aber dazu übergegangen, eher nach dem „Wozu” statt dem „Warum” zu fragen. Begreifen werde er das alles aber wohl nie: „Ich denke, man muss es auch nicht.”

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2 Comments

  1. Das ist immer das Gleiche. 99 mal gehen Dinge gut und beim 100 sten mal ?
    Selbst ist man natürlich nie dran schuld ( nur ausserordentlich heldenhaft, mutig und geltungsbedürftig). Wenn nach dem „Pech“ kein Schuldiger ausfindig zu machen ist, dann muss halt ein Hirngespinst herhalten. In unseren Breitengraden ist das üblicherweise der Christengott. Wenn der allerdings allmächtig wäre, sollte er dem Opfer zumindest klarmachen, dass es sich in seiner Selbsteinschätzung, ziemlich vertan hat.

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  2. Es ist dies der »un-sinnige« Versuch, solchem »sinn-losen« Geschehen, wie es sein Sturz war, einen Sinn geben zu wollen. Wir müssen uns eingestehen, dass das Universum nicht teilnimmt an unserem Denken in den Kategorien von Sinn, Bedeutung, Absicht oder Ziel. Auch ein gedachter Gott tut das natürlich nicht. Es sind Denkmuster, die wir entwickelt haben, um die uns umgebende Welt und die in ihr ablaufenden Prozesse ordnen, uns verständlich machen und deuten zu können. Besonders Vorgängen und Ereignissen, die wir nicht verstehen, versuchen wir eine Bedeutung, einen Sinn zu geben. Das Netz dieser deutenden Begriffe, mit denen wir unsere Welt strukturieren und vor allem interpretieren, existiert in unserem Kopf und nur dort. Diesen Begriffen entsprechen keine in der uns umgebenden Natur objektiv feststellbaren Eigenschaften oder Erscheinungen. Das Universum ist so gesehen sinnfrei.

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