Vatikanbank, Irish Bank und noch mehr Halunken


DPA
Moralisieren nützt nicht viel. Besser ist es, pfiffig zu regulieren. Deshalb gehören Banken, die kein Geschäftsmodell haben, schleunigst dichtgemacht. Das gilt auch für die Vatikanbank.

Von Rainer HankFrankfurter Allgemeine

Was hat die (inzwischen liquidierte) Anglo-Irish Bank mit der (immer noch existierenden) Vatikanbank gemein? Erste Antwort: In beiden Banken arbeiten Halunken. Zweite Antwort: In beiden Banken arbeiten Katholiken und mit denen ist – frei nach Hegel – kein Staat zu machen und erst recht keine Bank. Dritte, sehr spekulative Antwort: Auch die Vatikanbank wird es nicht mehr lange geben. Und das ist auch gut so.

Fangen wir mit dem Vatikan an. Da wurde am vergangenen Freitag Nunzio Scarano, ein Prälat der vatikanischen Vermögensverwaltung Apsa (mit Liegenschaften in Londons teuersten Lagen), verhaftet, weil man ihm vorwirft, er habe einen Geheimagenten damit beauftragt, 20 Millionen Euro Schwarzgeld von der Schweiz nach Italien zu schmuggeln. Das Geld sollte, vorbei an Zoll und Fiskus, mit einem Privatflugzeug an einen befreundeten Reeder in Salerno transferiert werden.

weiterlesen

3 Comments

  1. Nach letzten Meldungen ist der Generaldirektor der Bank und sein Stellvertreter am 1.7. zurückgetreten.

    Natürlich wird jetzt ein Vatikantyp offiziell verkünden, die beiden wären vollkommen unschuldig, hätten nichts Böses getan und bla-bla-bla

    Liken

  2. Wie können nach den Bekundungen etwa der Dumpfbacke aus dem Kölner Dom und dem Kondom-Verdammer Ratziputz schlüssig davon ausgehen, niemals einen christlichen katholischen Arzt aufzusuchen. Der betet einem allenfals eucharistisch das Ohrenschmalz weg, den Leistenbruch erkennt er mangels blblischer Vorlage nicht einmal, geschweige denn ihn zu behandeln

    Nun sind auch noch die katholischen Banker im Mülleimer der logisch wirtschaftlichen Welt gelandet, man sollte sie tunlichst meiden um nicht alles Ersparte an die Mafia zu verlieren.

    Wenn jetzt noch jemand beweist, das nur katholisch gemolkene Kühe christlich gute Milch von Jesus gesegnet geben können, dann bleibt nicht mehr viel, um sich an seiner Existenz zu erfreuen. Selbst der Kaffee zum Frühstück schmeckt dann „bescheiden“. Vielleicht hat die Kölner Dumpfbacke das gemeint. als sie den Menschen drohte
    Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.

    Liken

  3. Donnerwetter, FAZ! Es gibt auch bei der bürgerlichen Presse mehr Journalisten mit Mut und Moral als man bei der sonst so großen Nähe zu den kirchlichen – nie gewählten und offenbar nie abwählbaren – Mächten vermutet.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.