Drei kleine Schweinchen und ein Triebtäter


Sven Bensmann © privat, bearb. MiG
Der eine will, der andere kann nicht anders. Und ein Dritter hat die Hoffnung längst aufgegeben: Die zweieinhalb bekanntesten Migranten unserer Zeit hoffen auf politisches Asyl, sie sind auf der Flucht vor bzw. in Gewahrsam von einem Mann, der vor wenigen Jahren den Friedensnobelpreis verliehen bekam und seitdem wie sonst nur italienische Mafiafürsten Menschen beseitigen lässt.

Von Sven BensmannMiGAZIN

Letzterer ist Barack Obama, Führer der freien Welt (eine contradictio in adjecto per se). Die zuvor Angesprochenen sind Bradley Manning, Edward Snowden und Julian Assange. Alle drei haben uns den Widerspruch zwischen res publica und politeia aufgezeigt und die real existierende Demokratie entzaubert, weil sie die Omerta, das Gesetz des Schweigens, brachen.

Doch während Bradley Manning sein Haus auf Stroh baute und den Fehler machte, auf die Idee der Demokratie und des Rechtsstaats zu vertrauen, waren seine Kollegen schlauer: Manning wurde durch Vollstreckungsbeamte aufgegriffen und wartet nun auf den Tod, wahlweise durch Giftspritze, Stromschlag oder Entmenschlichung in Einzelhaft. Wäre er cleverer, hätte er sich dem Zugriff jener Beamten entzogen, wäre (wie schon einst Brecht, Mann, Remarque und Tucholsky, wie Hunderttausende sogenannter Regimekritiker vor wie nach ihm) emigriert, in ein Land, dass die a-demokratischen Vorstellungen nicht teilt, denen er ansonsten ausgeliefert ist – oder dass sie zumindest nicht im Hinblick auf ihn teilt.

weiterlesen