König-Prozess: Nichts unter den Teppich kehren


Bild: wikipedia
Der Prozess gegen Pfarrer Lothar König ist zu einer Farce geworden. 160 Stunden unsortiertes Videomaterial hatte die Polizei der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft vorenthalten, darunter auch Videoaufnahmen von Situationen, die von den als Zeugen geladenen Polizisten geschildert wurden. Nun stellt sich heraus: Die Zeugenaussagen stimmen zum Teil nicht mit den Aufnahmen überein. Die sächsische Justiz muss sich der Aufklärung stellen.

Von Hanno Terbuykenevangelisch.de

Im Zweifel für den Angeklagten, heißt der Rechtsgrundsatz. Den hat die Polizei im Falle Lothar Königs offenbar umgekehrt. Wegen Landfriedensbruch steht der Jenaer Jugendpfarrer vor Gericht – er soll Teilnehmer einer Demonstration gegen Neonazis zur Gewalt gegen Polizisten angestiftet haben. König hat das stets bestritten, die ersten bekanntgewordenen Aufnahmen von der Demonstration stützten seine Aussagen. Die Staatsanwaltschaft war sich dennoch sicher: Der Prozess hat seine Berechtigung.

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