Vatikanbank ist der institutionalisierte Glaubensverrat


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Eine christliche Bank? Sie sollte ein Instrument der Gerechtigkeit sein und könnte in Sonnenenergie investieren oder peruanische Kleinbauern unterstützen. Die Vatikanbank aber hat ihren moralischen Kredit restlos verspielt. Bei allem Willen zur Reform: Sie ist in einem unchristlichen System verhaftet. Nur die Methoden wurden verfeinert.

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Braucht der Vatikan eine Bank? Natürlich erlauben es auch die Maßstäbe der katholischen Kirche, die Geldgeschäfte von Bistümern, Orden und Einzelpersonen über ein kircheneigenes Institut abzuwickeln. Eine Bank, die ihr Geschäft nicht nur nach ökonomischen, sondern nach christlichen Grundsätzen betreibt, wäre sogar ein Gewinn für den Vatikan. Sie könnte zeigen, dass Wirtschaft und Moral zueinander passen. Sie könnte in Sonnenenergie investieren und in peruanische Kleinbauerninitiativen, sie könnte ein Instrument der Gerechtigkeit und des guten Umgangs mit dem Geld sein. Eine Bank aber wie das gegenwärtige IOR, das Istituto per le Opere di Religione – das braucht der Vatikan nicht.

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