Die „toten Kirchen“ der Niederlande


Bild: katholisches.info
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Zwei christliche Kirchengebäude werden jede Woche geschlossen. Die Niederlande sind „Spitzenreiter“ bei der Säkularisierung. Ein Land, das sich seiner Freiheit rühmt, das in Europa als das freieste, liberalste Land gilt, aber auch als sehr libertin. Erzbischof Willem Jacobus Eijk von Utrecht beklagte, daß „jährlich 100 Kirchen geschlossen werden, in den vergangenen zehn Jahren waren es 1000“.

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Es ist inzwischen keine Seltenheit, religiöse Einrichtungsgegenstände und andere Gegenstände aus holländischen Kirchen in der Dominikanischen Republik, in Indonesien, im Kongo, auf den Philippinen oder in ehemals kommunistischen Staaten des Ostens wie der Ukraine zu finden. Die Niederlande sind inzwischen zum aktivsten Markt für den Verkauf und die Ausfuhr von religiösen Gegenständen geworden. An Niederrhein, Maas und Schelde ist die Säkularisierung das erste Mal seit 200 Jahren wieder ein großes Geschäft geworden. Vorerst. Holland ist ein Land, in dem sich die sozialen Veränderungen sehr leicht feststellen lassen. Dies vor allem deshalb, weil die Aufteilung der Gesellschaft auf drei Pfeiler, die zuilen, nämlich Protestanten, Katholiken und Laizisten, das grundlegende Merkmal für die Nachkriegszeit war. Ein Katholik wurde in einem katholischen Krankenhaus geboren, besuchte eine katholische Schule, las katholische Zeitungen (de Volkskrant), hörte katholische Radiosender (RKK) und wählte katholische Parteien. Noch heute tragen Schulen, Krankenhäuser und Medien ihre katholischen, protestantischen oder laizistischen Etiketten je nach ihrem Ursprung.

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