Kulturrat kritisiert Luther-Feiern: „zweifelhafte Nähe von Kirche und Staat“


Eine „zweifelhafte Nähe von Kirche und Staat“ beobachtet der Deutsche Kulturrat bei den Feiern zum Luther-Jubiläum.

Deutschlandradio Kultur

Der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte in Berlin, bei den Vorbereitungen zum 500. Jahrestag der Reformation agierten Staat und Kirche in trauter Zweisamkeit, ohne Einbindung der Zivilgesellschaft. Zimmermann sieht hier eine lange Tradition: Alle bisherigen Luther-Jubiläen hätten unter diesem ungünstigen Vorzeichen gestanden, ob im Kaiserreich, im Ersten Weltkrieg oder im Kalten Krieg. Derzeit werden Feierlichkeiten für das Jahr 2017 vorbereitet, wenn sich Luthers Thesenanschlag von Wittenberg zum 500. Mal jährt. Dazu wurde ein Kuratorium gegründet, das mit Vertretern aus Politik und Kirche besetzt ist.

Zum Text:

2017, das Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation rückt näher