Parawissenschaft: Das große Geschäft mit Hildegard von Bingen


foto: epa/joerg carstensen
In der Alternativmedizin wird gut und gerne mit dem Namen Hildegard von Bingen geworben – Nicht selten verdient das die Bezeichnung „Etikettenschwindel“

Von Günther BrandstetterderStandard.at

Kaum eine historische Persönlichkeit erfuhr eine derartige Kommerzialisierung und Instrumentalisierung wie die Nonne und Äbtissin Hildegard von Bingen. – Immerhin tragen zahllose Kräutermischungen, Liköre, Nahrungsmittel, Tinkturen, Elixiere, Öle, Kosmetika, Edelsteine, Kochbücher, Gesundheitsratgeber und sogar Schulen, Hotels oder Wellnesstempel ihren Namen. Könnte die Benediktinerin heute ihre Vermarktung kommentieren, „würde sie wohl mit dem heiligen Zorn der Prophetin reagieren“, ist der Historiker Peter Dinzelbacher vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Wien überzeugt.

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