Feldjäger in der Kirche: Streit ums Hausrecht


Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Diese Messe ist noch nicht gelesen. Die Frage, ob die Feldjäger, die Militärpolizei der Bundeswehr, bei zentralen Trauerfeiern für gefallene Soldaten das Hausrecht in Kirchen erhalten sollen, sorgt weiter für Unruhe. Bei Friedensaktivisten, aber auch in Kirchenkreisen stieß diese Empfehlung auf Unverständnis. Mitte Juni folgte daher eine erste Klarstellung der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Von Jan Mohnhauptevangelisch.de

Stein des Anstoßes war ein Brief der hannoverschen Landeskirche an ihre Gemeinden vom 16. Mai. Darin informierte der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann über den Ablauf bei zentralen Trauerfeiern für gefallene Soldaten in Kirchen. „Aus Gründen der Gefahrenabwehr und um Störungen vermeiden zu können“, hieß es darin, „wird der Kirchenvorstand in der Regel gebeten, für die Dauer der Trauerfeier das Hausrecht an die Feldjäger der Bundeswehr zu übertragen.“

Der Religionslehrer Gerhard Biederbeck aus Neustadt in der Nähe von Hannover hatte die Empfehlung zunächst über das Friedensbüro Hannover öffentlich gemacht. Er sah im Vorstoß der Militärseelsorge einen bedenklichen Eingriff. „Das hohe Gut des Hausrechts“ abzugeben, sei ein Akt mit starker Symbolik, meinte Biederbeck, denn das widerspreche der Barmer Theologischen Erklärung. Die sogenannte Barmer Theologische Erklärung – im Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedet – bildete das theologische Fundament der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus und beruft sich auf die klare Trennung von Staat und Kirche.

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1 Comment

  1. ..endlich ist Bundeswehr in der Mitte der Gesellschaft angekommrn…. ;-). da empfiehlen sich Soldaten in Kampfuniform und in Tarnfarben…… 😉 die MPs im Anschlag…… 😉 vielleicht durch eine Hundestaffel verstärkt …. 😉 …und Aufklärungsdrohnen über dem Einsatzort….. 😉 und das Kommando Spezialkräfte als Reserve….. 😉 😉

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