Für Aufführung der Jesus-Satire in Bochum am Karfreitag droht Strafe


Foto: ARD/Arte
„Jeder nur ein Kreuz“: Die Monty-Python-Satire „Das Leben des Brian“ aus dem Jahr 1979 ist Kult. Bochumer Atheisten wollten den unfreiwilligen Messias und dessen grenzdebile Jünger auch am Karfreitag nicht missen und riefen zum demonstrativen Rudelgucken auf. Jetzt hat die Stadt ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Den Brian-Freunden drohen 1000 Euro Strafe.

Von Jürgen StahlWAZ

„Gezielte Provokation “ nennt Sprecher Martin Budich das Vorgehen der 2011 gegründeten Initiative „Religionsfrei im Revier“ : rund 30 Aktivisten aus Bochum und Umgebung, die jede friedliche Form von Religion und deren Ausübung tolerieren, für sich indes eine radikale Religionsfreiheit in Anspruch nehmen und eine konsequente Trennung von Staat und Kirche einfordern. Der Karfreitag dient der Gruppe als krassestes Beispiel für „überkommene klerikale Vorschriften in deutschen Gesetzen und Verordnungen“. An dem hohen Feiertag, schreibt ein Landesgesetz vor, ist die Aufführung von Filmen untersagt, die das NRW-Kultusministerium als „ungeeignet“ ansieht.

Die Ungläubigen setzten sich öffentlichkeitswirksam über den Brian-Bann hinweg. Obwohl die Jesus-Satire auf dem Index steht, wurde sie am Karfreitag im Sozialen Zentrum an der Josephstraße gezeigt . „Wir lassen uns nicht zu depressivem Verhalten nötigen“, hieß es.

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2 Comments

  1. @rhenus
    Wieso, bekommt man als Veruteilter gar Rabatt, wenn man gleich mehrere Kreuze kauft. Hat die BWL das schon als Betriebsmodell durchkalkuliert und entsprechende Empfehlungen zur Gewinnschwelle ausgesprochen, natürlich abgesegnet vom Bistum.

    In welcher Form bekommt die Familie eines Gekreuzigten den Gewinn ausgezahlt. Gibt es da etwa Vergleichsmodelle aus den Tötungseinrichtungen der amerikanischen Justiz. Gekreuzigt oder gespritzt ist immer tot, auch wenn man danach nur „untot“ ist und dem allerliebsten Jesulein die roten Lackschuhe poliert

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  2. ….solche Blasphemie kann in diesem unseren Christlichen Land doch nur artgerecht mit einer öffentlichen Kreuzigung gesühnt werden… 😉 ….aber bitte die Anweisung des Römers in der Komödie beachten : „Jeder nur ein Kreuz…..“ 😉 😉

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