Ich bin dann mal Gott


Bild: DER SONNTAG
Die Kirchen werden leerer, aber der moderne Wunderglaube hat Zulauf. Die Esoterik ist eine Herausforderung – auch für die Kirche.

Von Tomas GärtnerDER SONNTAG

»Längst ist die Esoterik in die Mitte der Gesellschaft eingesickert«, stellt Harald Lamprecht, Weltanschauungsbeauftragter der sächsischen Landeskirche, fest. Übersinnliche Lebensdeutungen und Heilmethoden mischen sich mit dem Nachdenken über gelingendes Leben, sagt Lamprecht, der diesbezüglich den Zeitschriftenmarkt beobachtet.

Auffällig sei: Immer mehr harmlos daherkommende Titel tauchen auf. Zwischen guten Fotos findet sich darin ein buntes Sammelsurium aus Buddhismus, Christentum, fernöstlicher Spiritualität und Magie. »Das ist nicht mehr die harte Esoterik, sondern Lifestyle«, meint Lamprecht.

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