Wojtyla, der reaktionärste Papst der Neuzeit, wird heiliggesprochen


Bild: warping.org
Wie der Vatikan am vergangenen Freitag mitteilte, wird der polnische Papst Johannes Paul II. noch in diesem Jahr heiliggesprochen. Nach der vorher erforderlichen Seligsprechung 2011 wird das acht Jahre nach seinem Tod 2005 die schnellste Zuerkennung des Heiligenstatus in der Geschichte der Kurie.

Von Gerhard Feldbauer jW

Als vollbrachtes Wunder – auch das eine Voraussetzung – wird die Heilung einer Nonne aus Costa Rica von der Parkinson-Krankheit anerkannt. Paradoxerweise verstarb der künftige Heilige nach jahrelangem Siechtum selbst an Parkinson. Zusammen mit Johannes Paul soll der 1963 verstorbene Johannes XXIII., der 2000 seliggesprochen wurde, zum Heiligen erhoben werden. Dabei verkörpern beide Päpste den Gegensatz zwischen Reaktion und Fortschritt. Sorgte Wojtyla doch dafür, daß die von Johannes XXIII. ins Auge gefaßten Reformen, wo er sie noch nicht rückgängig machen konnte, stagnierten. Gemeinsam mit seinem Nachfolger Benedikt XVI. bekämpfte Johannes Paul II. erbittert die Befreiungstheologie in Lateinamerika, machte gemeinsame Sache mit Faschisten vom Schlage eines Pinochet in Chile, und der Putschloge P2 und förderte in Italien die von dem Mediendiktator Silvio Berlusconi angeführte rechtsextreme Regierung mit AN-Faschisten und Rassisten, wo immer sich dazu Gelegenheit fand.

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