SPD-Fraktion stellt „Kleine Anfrage“ an Bundesregierung zu „Komplementärmedizin – Forschung und Anwendung in Deutschland“


Quelle: bundestag.de
Quelle: bundestag.de
Die SPD-Fraktion unter Frank-Walter Steinmeier hat eine sogenannte „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung gerichtet und darin Informationen über Forschung und Anwendung von Komplementärmedizin in Deutschland gestellt. Eine Tendenz für die zukünftige Politik der SPD in dieser Frage lässt sich aus den 31 Fragen der vorliegenden „elektronischen Vorab-Fassung“ nicht herauslesen.

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Wie die Anfrage (Drucksache 17/14262) einleitend erläutert, verstehe man unter dem Begriff Komplementärmedizin „Behandlungsmethoden und Konzepte, die sich selbst als Ergänzung zu schulmedizinischen Ansätzen verstehen.“ (Anm. d. GreWi-Red.: Darunter fallen Homöopathie, Akupunktur/TCM, Chirotherapie, versch. Naturheilverfahren wie Ayurveda u.v.m.)

Weiter führt die Anfrage aus, dass entsprechenden Methoden und Produkte in Deutschland in größerem Umfang Anwendung finden und seit Jahren eine steigende Nachfrage zu verzeichnen sei, „obgleich sich diese Angebote dadurch auszeichnen, dass ein wissenschaftlicher Nachweis ihrer Wirksamkeit regelmäßig nicht vorliegt.“
Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, „in welchem Umfang die Anwendung komplementärmedizinischer Methoden in Deutschland tatsächlich stattfindet, in welche Richtung sich diese zukünftig entwickeln wird und ob bezüglich des Kenntnis- und Erfahrungsstandes zur Wirksamkeit der Komplementärmedizin Forschungsbedarf besteht.“ Derzeit, so stellt das Fraktionsschreiben weiter fest, werde davon ausgegangen, „dass die Wirkung zahlreicher Methoden und Konzepte der Komplementärmedizin in erste Linie auf Placeboeffekten beruht“.

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Drucksache 17/ 14262 im Wortlaut

2 Comments

  1. Alte und zunehmend unbewegliche Menschen konzentrieren sich umso stärker auf verbleibende Reste der Wahrnehmung. Meine Schwiegermutter mit 91 ist Tabletten süchtig und hat jedes Leiden, das im Fernsehen und den bunten Illustrierten beworben wird, ohne jemals zu wissen was es ist und worum es geht.

    Sie kauft und konsumiert Tabletten und Morphine als Kilo-Ware, wer sie daran hindern will, der wird mit der Stahlkrücke tätlich angegriffen. Inzwischen ist sie im geschlossenen Altenheim, wird täglich mit Psychopharmaka abgefüllt und lächelt zufrieden. Wer das nicht verträgt, der wird im Stuhl gefesselt, damit er nicht auf andere Heiminsassen losgeht.

    Für die phamazeutische Placebo-Industrie, die für immer neue Markennahmen immer neue Leiden erfindet und ihren Scheiß mit Gewinn verkaufen, für die zählt einzig der Kursgewinn der Aktie. Die Pseudo-Medizin hat durchweg eine begrenzte Lebensdauer, folglich wird der immer gleiche Mist unter neuen Namen für neue Pseudo-Leiden beworben und verkauft

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  2. Es ist schon ein Fortschritt, dass wenigstens der Begriff „Placebo“ in die Diskussionen mit eingebracht wird. Wenn das jetzt auch noch von allen, natürlich in erster Linie auch vom „alternativen“ Volk verstanden würde, wäre das für die -Chance des Durchbruchs der menschlichen Vernunft-, wenigstens ein Silberstreif am Horizont. (Aber Geduld, die Menschheit ist ja noch relativ jung. 😉 🙂 )

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