Wenn „Fundamentalist“ ein Kompliment ist


Foto: hannes_fej (CC BY-NC-SA)
„Die Kreuzzügler“ überschreibt Christina Rietz, Autorin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ihren Artikel über die Pius-Bruderschaft. Die Journalistin beschreibt auf einer ganzen Seite die Ziele und Denkweisen der Bruderschaft, für die die aktuelle katholische Kirche zu lasch ist.

pro Medienmagazin

Bei den Pius-Brüdern handelt es sich um einen Zusammenschluss konservativer Katholiken, die sich mit Rom zerstritten haben. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von 1962 bis 1965 erschien ihnen der Vatikan zu lasch in Glaubensfragen. Die Pius-Brüder weihen eigenmächtig Priester im bayerischen Ort Zaitzkofen. Die katholische Kirche hat ihnen das eigentlich verboten.

„Die Pius-Brüder missbilligen die Religionsfreiheit, die Ehescheidung, die Homosexualität, die Gleichberechtigung der Frau, die Abtreibung, die Trennung von Staat und Kirche und, generell, die Aufklärung“, schreibt Rietz. Die Mitglieder der Bruderschaft, die es seit 1970 gibt, sähen die katholische Kirche als Ruine, und sich selbst als Retter. „Man schimpft sie Fundamentalisten, doch das empfinden sie als Kompliment.“

weiterlesen