Anthroposophie: Masern. Impfung – Ja oder Nein?


Bild: wikipedia
Alle Jahre wieder. Die Masern an der Waldorfschule. Was ist dran an den Vorwürfen, die Waldorfschulen und deren Umfeld gingen verantwortungslos mit der Problematik um?

Themen der Zeit

Wieder einmal grassieren die Masern in Deutschland und die Diskussionen über ein Für und Wider von Impfungen gehen hin und her. Die Waldorfschule Erftstadt bei Köln war für einige Tage geschlossen, weil es einen Masernausbruch gegeben hatte, inzwischen dürfen die Kinder und die MitarbeiterInnen, die einen Immunschutz nachweisen können, die Schule wieder besuchen.

Das Problem Masernerkrankung ist nicht erst seit heute bekannt, und immer wieder wird den Waldorfschulen, den anthroposophischen Ärztinnen und Ärzten und vielen Waldorfeltern vorgeworfen, sie gingen sorglos mit der Gesundheit ihrer Patienten und Kinder um, würden sie nicht impfen oder von der Impfung abraten und trügen deshalb dazu bei, dass es nicht gelänge, die Masern ganz auszurotten.

Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) hat die aktuell wieder aufflammende Diskussion zum Anlass genommen, die Waldorfeltern aufzufordern, sich eingehend mit der Thematik auseinanderzusetzen und, so heißt es in der Pressemeldung, „eine bewusste Entscheidung unter Einbeziehung aller Gesichtspunkte zu treffen.“ Der Impfpflicht, wie sie von Gesundheitsminister Bahr als „letztes Mittel“ ins Gespräch gebracht wurde, erteilt der BdFWS eine Absage, er tritt stattdessen für eine freie Impfentscheidung der Eltern ein. „Es ist immer eine Abwägung, die auch das Alter und die Gesamtkonstitution des Kindes berücksichtigen muss“ sagt BdFWS-Vorstandsmitglied Henning Kullak-Ublick und rät dazu, „eine Impfentscheidung erst dann zu treffen, nachdem eine eingehende Beratung durch den Schul- oder Kinderarzt stattgefunden hat.“

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