Helena Petrowna Blavatsky – Die Sphinx des 19. Jahrhunderts


Bild: wikipedia
Als eine der ersten Frauen gründete sie eine spirituelle Bewegung. Ihre Bücher sind noch heute Klassiker der westlichen Esoterik. Sie popularisierte östliche Religionen im Westen und trug dazu bei, dass Begriffe wie «Karma», «Reinkarnation» oder «Nirwana» heute zum Allgemeinwissen gehören.

Von Judith Hardegger SRF

Helena Petrowna Blavatsky wird am 31. Juli 1831 in Südrussland geboren. Ihr Vater ist Offizier in der Armee des Zaren, ihre Mutter eine bekannte Schriftstellerin. Da die Mutter früh stirbt, wachsen Helena und ihre Geschwister bei den Grosseltern auf.

Helena ist ein eigenwilliges Kind, das sich jeglichen Erziehungsversuchen widersetzt. Sie weiss selbst am besten, was gut für sie ist: Zum Beispiel Lesen. In der grosselterlichen Bibliothek findet sie nicht nur die russischen Klassiker, sondern auch zahlreiche Bücher über Mystik, Magie, Alchemie und das Freimaurertum. Helena, die sich schon als Teenager zu allem Übersinnlichen hingezogen fühlt, verschlingt Buch um Buch.

Weltenbummlerin

Knapp 18 jährig heiratet sie den doppelt so alten Nikifor Blavatsky, den sie aber bald darauf wieder verlässt. Auch eine zweite Heirat einige Jahre später hält nur wenige Monate. Das Eheleben behagt ihr nicht. Sie will sich nicht in die damals übliche Frauenrolle zwängen lassen. Sie ist wissbegierig und lechzt nach Abenteuern.

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