Merkel: „Vor Gott bin ich Mensch“


Die Bundeskanzlerin im Christlichen Gästezentrum Württemberg Foto: pro
„Vor Gott bin ich Mensch, nicht Bundeskanzlerin, sondern der Mensch Angela Merkel“, sagte die mächtigste Frau in Deutschland am Freitagabend bei ihrem Besuch im Christlichen Gästezentrum Württemberg, Schönblick. In einem öffentlichen Vortrag sprach sie über das christliche Menschenbild und was dies für ihre Politik bedeute.

pro Medienmagazin

Als Politikerin müsse sie ihre Entscheidungen immer wieder prüfen. „Ich muss auch das Gespräch mit Gott suchen, um zu prüfen, ob das, was ich überlegt habe, richtig ist“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor insgesamt 3.500 Gästen im Christlichen Gästezentrum Württemberg. In Schwäbisch Gmünd sprach sie über „das christliche Menschenbild und die christlichen Grundwerte als Voraussetzung für unser politisches Handeln“. Die Rede der CDU-Vorsitzenden wurde aus dem Forum des Schönblick, in dem 1.200 Zuhörer Platz finden, über Videoleinwände auf das Außengelände übertragen.

Merkel beschrieb die christliche Gemeinschaft, die sie in ihrer Kindheit kennen gelernt habe, als „lebensprägende Erfahrung“. In ihrem Vortrag sprach sie über das christliche Menschenbild, „was mich leitet“. Obwohl Glaube etwas Persönliches sei, aus dem verschiedene Christen unterschiedliche Verhaltensmaximen ableiten würden, sei das C im Parteinamen nicht beliebig: „Jede Entscheidung, die wir fällen, muss vor dieser Basis des christlichen Menschenbildes Bestand haben.“

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2 Comments

  1. Wir sind fest in der Hand der Religioten, vom Bundesbegrüßungsonkel über die Pfarrerstochter, Religionsnulpen wie Kauder, Thierse und Kretschmer sowie viele andere

    Keine Wunder wenn von denen der Inhalt des Grundgesetzes niemanden interessiert

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  2. „Ich muss auch das Gespräch mit Gott suchen, um zu prüfen, ob das, was ich überlegt habe, richtig ist“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wie kann sie so sicher sein, dass es kein Selbstgespräch ist?

    „Jede Entscheidung, die wir fällen, muss vor dieser Basis des christlichen Menschenbildes Bestand haben.“ Mir graut es vor einem solchen „christlichen Menschenbild“, wenn ich an dessen konkrete Realisierung beispielsweise in Südamerika, an Nordamerika, an Polen oder Italien denke. Vom konkreten Beitrag der offiziellen Kirchenleitungen während des Hitlerregimes bei der Umsetzung dieses „christlichen Weltbildes“ ganz zu schweigen. Das Thema Missbrauch und dessen schäbige Verdrängung durch Kirche und Politik – wie passt das zum „christlichen Menschenbild“?

    Im Bericht heißt es: Ohne die Kirche und den christlichen Glauben seien die Voraussetzungen nicht da, von denen der freiheitliche säkularisierte Staat lebe. Wenn sie das so gesagt hat, ist es schlicht eine anmaßende Unverschämtheit und geschichtsvergessen obendrein. Der freiheitlich säkularisierte Staat existiert nur deswegen, weil er sich in langandauernden und verlustreichen Kämpfen von den Fesseln einer Geist und Körper besitzergreifenden Kirche befreien konnte.

    Die Bundeskanzlerin forderte weltweite Religionsfreiheit und verwies dazu auf den ersten Artikel des Grundgesetzes, „die Würde des Menschen ist unantastbar“: „Wir denken auch an die vielen Christen, die verfolgt werden….“. Sie hätte nur ein wenig in die Geschichte des Christentums und der Kirche blicken müssen, und sie wäre kleinlauter geworden ob der jahrhundertelangen grausamen Verfolgung Andersgläubiger und Andersdenkender durch Christen. Es ist offenbar das Durchgangsstadium jeder Religion, Andersgläubige als Nicht-Menschen zu betrachten. Und ist der Umgang mit Nichtgläubigen im Rahmen des sog. kirchlichen Arbeitsrechts nicht auch eine Form der von ihr so beklagten Benachteiligung und Verfolgung?

    Im Bericht heißt es weiter: Merkel sprach sich dafür aus, dass an Schulen weiterhin bekenntnisorientierter Religionsunterricht gegeben werde. Frau Merkel hätte genauer formulieren müssen: Sie spricht sich dafür aus, Menschen weiter religiös zu kennzeichnen und damit die Gesellschaft durch christlich-soziale Politik nicht nur wirtschaftlich und sozial sondern auch nach Weltanschauungen zu spalten.

    Die logische Schlussfolgerung des folgenden Satzes, wie er im Bericht zitiert wird, erschließt sich wohl nur einem durch Religion verwirrten Gehirn: Es sei nicht entscheidend, Bibelstellen zitieren zu könne, sondern etwas über Gott und „Jesus sagen zu können und darüber, was es mir bedeutet. Das ist die Grundlage für interreligiösen Dialog.“ Erst daraus könne Toleranz entstehen.

    Ansonsten sehr viel Allgemeinplätze und dekorative biblisch-christliche Sinnsprüche. Eben Politiker-Geschwafel, weil fast nie Konkretes wirklich thematisiert und Widersprüchliches angesprochen wird.

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