Hitlers willige Professoren


In der Nähe der Macht. Hitler passiert 1939 auf einem Umzug anlässlich seines 50. Geburtstags die Technische Hochschule Berlin. Die Wehrtechnische Fakultät der TH stellte… – Foto: ullstein bild
Unis unterm Hakenkreuz: Die Aufarbeitung steht erst am Anfang. Viele Forscher standen den Nazis nah, machten aber nach 1945 weiter.

Von Wolfgang BenzDER TAGESSPIEGEL

Der Nationalsozialismus hat die Universitäten früher erobert als die Kanzleien der Regierung. Und es waren nicht nur die rabiaten Aktivisten des NS-deutschen Studentenbundes, die vor 1933 den Ton angaben. Viele Professoren zeigten früh Sympathie für ein mit starker Hand geführtes „Drittes Reich“, jedenfalls mehr als für Republik und Demokratie. Andere, die „Märzgefallenen“, richteten sich nach Hitlers Regierungsantritt recht schnell auf die neuen Verhältnisse ein, zeigten sich patriotisch, wurden Parteigenossen.

Daraus ergibt sich Reflexions- und Forschungsbedarf, dem jedoch lange mit Zögern und akademischer Zurückhaltung begegnet wurde.

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1 Comment

  1. Was hätte der Autor denn vorgeschlagen ? Vielleicht, dass man die 1945 alle aufgeknüpft haben sollte ? In allen Staatsformen sind es die karrieregeilen Intellektuellen, die zuerst ihr Fähnlein in den Wind hängen. Das war schon immer so und wird sich auch zukünftig nicht ändern. Jedem ist doch das Hemd näher als die Hose. Stimm´s Herr Benz ? 😉

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