CARITAS Köln: Geld, Geld und die Opposition


CDU, FDP und Linke verhindern Abstimmung über Zuschüsse für Sozialverbände Foto: dpa
Im Streit um Zuschüsse für Kölns größten Sozialverband, die Caritas, ist es zu einem Eklat gekommen. Der katholische Träger soll 470.000 Euro weniger bekommen. Kirche und die CDU sprechen von Kungelei und ließen eine Sondersitzung platzen.

Von Helmut FrangenbergKölner Stadt-Anzeiger

 

Im Streit um Zuschüsse für Kölns große Wohlfahrtsverbände ist es im Jugendhilfeausschuss des Stadtrates zu einem Eklat gekommen: Weil Mitglieder von CDU, FDP, Linken und der Sportjugend den Ausschuss boykottierten, war er nicht beschlussfähig. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Helge Schlieben von der CDU, der die Sitzung leitete, ließ die Sondersitzung platzen. Wenn am Donnerstag der Sozialausschuss die Zuschussverteilung berät, ist wohl ähnliches geplant.

Die Opposition im Stadtrat hat sich für eine ungewöhnliche Form des Protestes entschieden. SPD und Grüne sprechen von einem Verstoß gegen demokratische Spielregeln und „destruktiver Blockade“. Die Gegner kontern mit dem Vorwurf, eines unfairen Verfahrens, werfen SPD, Grünen und Stadtverwaltung Tricks und „politische Spielchen“ vor.

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