Die Bibel als Roman – soll Weltliteratur sein


Foto: epd-bild/Simone Viere
Dass kaum jemand die Bibel ganz gelesen hat, motiviert den Hamburger Pastor Peter Fahr dazu, daraus einen Roman zu stricken. So möchte Fahr die poetische Qualität wieder deutlich machen und alte Sprachgewohnheiten durchbrechen.

Von Klaus Merhofevangelisch.de

Dass Pastoren sich mit der Bibel beschäftigen, ist nichts Ungewöhnliches. Aber so, wie Peter Fahr es macht, schon: Er übersetzt sie neu, weil er einen Schmöker daraus machen will. „Die Bibel ist vor allem eine literarische Fundgrube“, sagt der 52 Jahre alte Pastor aus Hamburg-Duvenstedt. Darum werde es Zeit, dass aus ihr wieder ein Buch wird, das sich lesen lässt wie ein Roman.

Nur wenige Menschen hätten die Bibel jemals ganz gelesen, weiß der Pastor aus langjähriger Erfahrung. Die Schrift sei meistens zu klein, das Papier zu dünn, und das zweispaltige Layout pro Seite sehe auch nicht aus wie gewohnter Lesestoff. Auch auf die übliche Nummerierung der einzelnen Verse hat Fahr verzichtet: „Wir brauchen sie nicht, und sie stören beim Lesen.“ Zwar ermöglichten die Ziffern ein schnelles Auffinden bestimmter Sprüche und Passagen, aber genau das lasse die Bibel eher zu einem ausschließlich frommen Glaubensbuch werden.

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