Evangelikale Fundis fordern 800€ Erziehungsgehalt – staatlich natürlich


„Wir brauchen kein neues Familienbild, sondern die konkrete Unterstützung für Ehe und Familie“, findet Hartmut Steeb Foto: Deutsche Evangelische Allianz
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) sieht Familien in Deutschland benachteiligt. Vor allem Eltern, die sich vollzeitlich um die Kindererziehung kümmern, will der Dachverband materiell stärken – etwa durch ein staatlich gezahltes Gehalt von 800 Euro pro Kind.

pro Medienmagazin

„Die Praxis, dass Staat und Gesellschaft mehr Geld pro Kind für die außerhäusliche Kinderbetreuung investieren als Eltern gewährt wird, die durch eine eigene Vollzeitbetreuung selbst die Erziehung und Betreuung wahrnehmen, widerspricht den Verfassungsvorgaben und diskriminiert damit insbesondere den Berufsstand ‚Hausfrau und Mutter’”, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Wer Kinder vollzeitlich erzieht, soll deshalb künftig dafür bezahlt werden – mit jeweils 800 Euro pro Monat für das erste, zweite und dritte Kind und mit zusätzlich 400 Euro ab dem vierten Kind.

Um Familien zusätzlich zu fördern, wünscht sich die Allianz neben dem Ehegattensplitting auch ein Familiensplitting. Das Kindergeld soll erhöht werden und zwar auf das Existenzminimum – derzeit wären das 350 Euro. Außerdem will die Allianz, dass es ab dem Zeitpunkt der Empfängnis gezahlt wird. Stattdessen sollen Kindergärten und Kita-Besuche nicht länger bezuschusst und gänzlich von den Eltern gezahlt werden.

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8 Comments

  1. @K
    Rechnen ist nicht Deine Stärke, da hast Du in der Schule gefehlt. Auf einfache Löhne und Gehälter belaufen sich in der BRD sie Nebenkosten mit Sozialabgaben auf etwa 210 – 230%, einschließlich 6 Wochen bezahlten Jahresurlaub und Weihnachtsgeld

    Bei einem 1.000 € Bruttogehalt bekommt die Frau je nach Steuerklasse netto 550 – 700 €. Auf die 1.000 € Brutto hat der Mann als Arbeitgeber weitere 2.300 € monatlich auszuwenden, damit bleiben von seinen Kosten mit 3.300 €/Monat der Frau etwa 630 € als Lohn. Der Mann müsste um seine Rolle als Ernährer der Familie gerecht zu werden mindesten brutto 7.000 €/Monat verdienen, die den Arbeitgeber über 17.000 €/Monat kosten.

    Wo gibt es diese Stellen als Briefträger, Polizist, Müllwerker, Lkw-Fahrer oder Bürobote mit über 7.000 monatlich brutto – bitte schicke mir eine e-mail. Gleiches gilt für die Altenpflege im Haus durch fremde Kräfte. Jemanden einfach regelmäßig Geld für Arbeit geben gilt als Schwarzarbeit und wird mit Gefängnis bestraft. Die Steuerausfälle für Betrug durch Schwarzarbeit sind 3-stellige Milliarden, die alle nicht Beteiligten durch höhere Abgaben zahlen
    Natürlich sehen die Religionen in der Sache eine neue Geldquelle, sind sie doch schon mit Caritas und Diakonie dabei die Menschen auszubeuten

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  2. @emporda: Auf was willst du hinaus? Habe ich den Vorschlag jemals für umsetzungswürdig oder gar umsetzbar bezeichnet?

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  3. Daheimbleibende Ehefrauen, die zu Hause Arbeit leisten (und das tun sie ja offensichtlich, wenn sie dafür Geld erhalten sollen), sollten genau wie jeder andere Arbeitnehmer behandelt werden: dh der Ehemann als Arbeitgeber und Nutzniesser der geleisteten Arbeit (im Gegensatz zu Ehemännern erwerbstätiger Frauen muss er dadurch nämlich weniger Haus- und Erziehungsarbeit leisten) hat seiner Ehefrau einen ihrer Ausbildung entsprechenden Lohn sowie dementsprechende Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen.
    Darüberhinaus sollte er sie auch für ihre sexuellen und reproduktiven Dienstleistungen finanziell entschädigen.

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  4. @sylar_5
    Wo soll das Geld bitte herkommen, bei etwa 20 Millionen Frauen macht das 200 Milliarden € im Jahr. Etwa neue Scheine drucken, dann schlagen wir bald Zimbabwe mit 23 Millionen % Inflation im Jahr.

    Meine Frau freut sich schon drauf. Die bekommt als Schwerbehinderte 88 € Rente im Monat. An Deiner Stelle würde ich es einmal mit DENKEN versuchen, es tut ganz bestimmt nicht weh

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  5. Ich drücke es mal so aus: Wenn eine Frau 800 Euro fürs Daheimbleiben bekommt, aber der Mann nicht, dann wird die Frau daheimbleiben. Selbst wenn sie von beiden die aussichtsreichere Karriere hat, wird der Mann weiter arbeiten gehen. Folge: Die Frau hat schwerere Karriereaussichten.
    Durch Daheimbleiben oder allein durch die wieder erhöhte Gefahr (aus Sicht des Unternehmens), dass die Frau nach dem Kind daheimbleiben könnte.
    Entweder wird hier versucht, über Umwege das traditionelle Familienbild wiederherzustellen, oder entsprechende Menschen können sich wirklich einfach nicht vorstellen, dass der Mann daheim bleiben könnte.

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  6. Der Berufsstand „Hausfrau und Mutter“. Warum sollen Männer das nicht auch dürfen? Diskriminiert die Kirche hier etwa frauen :O ???

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