Caritas beendet Leiharbeit – gelebte christliche Nächstenliebe


Beschäftigte sollen beim Wohlfahrtsverband auf Lohn- und Rentenansprüche verzichten
Die Caritas trennt sich von ihrer eigenen Leiharbeitsfirma und will die Beschäftigten übernehmen. Allerdings sollen die Mitarbeiter deutlich schlechtere Bedingungen als ihre Stammkollegen akzeptieren.

Von Ulrike KumpeND

Zum 1. Oktober beendet die Caritas in Berlin die Leiharbeit. Mehr als 500 Beschäftigte der 100-prozentigen Leiharbeitstochter pro cura Service GmbH sind davon betroffen. Bereits im Herbst 2012 hatte der Wohlfahrtsverband 200 Mitarbeiter übernommen. Allerdings zu schlechteren Bedingungen. Ver.di kritisiert anlässlich der geplanten Einstellung, dass die langjährigen Mitarbeiter als Berufseinsteiger weiter beschäftigt werden sollen. Der Betriebsrat von pro cura fordert, dass die Arbeitsvertraglichen Richtlinien (AVR) in vollem Umfang angewendet werden müssen. Mit der Eingliederung der aktuell verbliebenen 300 Beschäftigten aus der Caritas eigenen Leiharbeitsfirma pro cura Service GmbH könnte die Benachteiligung dieser Angestellten fortgesetzt werden.

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