Das Rennen der Rabbiner


Der bisherige Oberrabbiner Yona Metzger.Foto: dpa/Kay Nietfeld
Der Wahlkampf, von Taktieren und Beschimpfungen geprägt, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. In Israel werden an diesem Mittwoch zwei neue Oberrabbiner gewählt. Zugleich wachsen die Spannungen zwischen dem religiösen und weltlichem Lager.

Von Susanne Knaul – evangelisch.de

Zehn Kandidaten sind im Rennen für das höchste religiöse Amt in Israel. An diesem Mittwoch tritt in Jerusalem ein Gremium von 150 Vertretern des religiösen und politischen Lebens zusammen, um einen sephardischen und einen aschkenasischen Oberrabbiner zu wählen. Die Wahl gilt politisch als hochbrisant, da es auch um eine Modernisierung des staatlichen Rabbinats geht. Seit 2003 ist Jona Metzger Oberrabbiner für den aschkenasischen, aus Europa stammenden Zweig des Judentums, und Slomo Amar für die sephardischen, aus dem Orient stammenden Juden.

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