Kindesmissbrauch: „Ich glaube Daniel Cohn-Bendit kein Wort“


Foto: WAZ FotoPool Der Lehrer Eckhard Stratmann-Mertens hat die Grünen mitgegründet
Ein Mitbegründer der Grünen, Eckhard Stratmann-Mertens, gewährt bestürzende Einblicke in das Treiben pädophiler Kreise in den frühen Jahren der Öko-Partei – und attackiert Daniel Cohn-Bendit.

Interview Martin TeigelerDIE WELT

Missbrauchsvorwürfe gegen einen früheren Grünen-Politiker aus Nordrhein-Westfalen werfen die Frage nach der Rolle pädophiler Gruppen in der Anfangszeit der Partei auf. Mitbegründer Eckhard Stratmann-Mertens erinnert sich an drastische Szenen. Sein Interview mit WDR.de wird im Folgenden dokumentiert.

WDR: Herr Stratmann-Mertens, es gibt neue Vorwürfe gegen einen ehemaligen Grünen-Politiker aus Nordrhein-Westfalen, der in den 80er-Jahren Sex mit Minderjährigen gehabt haben soll. Wie stark waren die pädophilen Strömungen damals bei den Grünen?

Eckhard Stratmann-Mertens: Diese pädophile Strömung führte eine absolute Randexistenz. Das war von der personellen Stärke her nicht relevant. Im Landesverband NRW waren das ganz wenige, vielleicht so bis zu zehn Leute, die für eine Legalisierung von Sex mit Kindern eintraten. Zugleich gab es aber so eine Stimmung, ein emanzipatorisches Aufbruchsklima in der Partei, tolerant zu sein gegenüber Menschen, die sich gegen die herrschende Sexualmoral einsetzten.

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