Bundespräsident eröffnet Sonderschau zur Christianisierung-Zwangstaufen und Krieg


Bild: credo
Im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck wird an diesem Freitag in Paderborn mit einem Festakt eine große Ausstellung über die Christianisierung Europas eröffnet.

evangelisch.de

Unter dem Titel „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ präsentiert die Schau rund 800 hochkarätige und teils noch nie ausgestellte Exponaten aus internationalen Museen. Neben Gauck werden zur Eröffnung auch Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker sprechen.

Bis zum 3. November ist die auf drei Standorte verteilte Sonderschau im Diözesanmuseum, im Museum in der Kaiserpfalz und in der Städtischen Galerie in Paderborn zu sehen. Unter den Exponaten sind kostbare Leihgaben wie das seltene Papyrusfragment eines Paulus-Briefes, die Sonnenscheibe von Limons, Tempelfunde, Kaiser- und Papst-Urkunden sowie mittelalterliches Kriegsgerät und wertvolle Historiengemälde. Die Schau decke rund 1.000 Jahre Christianisierungsgeschichte ab, erklärte der Direktor des Diözesanmuseums, Christoph Stiegemann.

5 Comments

  1. Danke, Emporda, man bemüht sich halt, den ständigen Verdrehungen und Geschichtsfälschungen gelegentlich mal zu widersprechen. Vielleicht kommt dadurch der eine oder andere mal ins Grübeln. Und wer zweifelt, fängt an zu denken. Mehr wollen wir ja gar nicht.

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  2. Der gute Paulus muss immer herhalten, wenn heute das Christentum Flagge zeigen muss

    Gott Yahwe rettet nach dem Juden Saulus nur Menschen, welche die jüdischen Gesetze achten. Tertullian, Irinäus von Lyon und Chrysostomos machen 180 n.C. aus den Juden Saulus den Apostel des fiktiven Jesus, bei dem Gott nun auch Nichtjuden rettet. Laut Irinäus von Lyon kooperiert Paulus in Rom mit Clemens von Rom, der war beim Tod von Paulus nur 12 Jahre alt. Irinäus von Lyon und Hippolyt von Rom verquicken 180 n.C. den Juden Saulus mit einem Simon Magus zum Apostel Paulus. Laut Apostelgeschichte regieren Prokurator und hebräischer König in Caesarea, die Paulus Eskorte mit 470 Soldaten und 70 Pferden von Jerusalem nach Caesarea ins Gefängnis sind Märchen. Jesus wird in Jerusalem verurteilt, nur von wem? Großkönig Herodes ist schon 38 Jahre tot und Prokurator Pilatus regiert weit weg in Ceasarea.

    König Aretas IV, ein Halbonkel des Regenten Agrippa I in Caesarea, sperrt Saulus von Tarsus wegen Missionierung in Gefängnis, nur war Aretas IV da schon 10 Jahre tot als Saulus zu Paulus wurde. Die Jesuslegende erwähnt Paulus nicht einmal, in 3 echten Briefen gibt es keine Wunder, keine Auferstehung, keine jungfräuliche Geburt, keine Apostel, kein Nazareth, keinen Bischof Petrus mit der Christengemeinde, aber nur 3 Mitläufer in Jerusalem als er den Ort besucht. Laut der RKK Geschichtsschreibung hat Apostel Petrus ab 33 n.C. in Jerusalem eine Gemeinde. Irinäus von Lyon hat das in seiner Liste der RKK Bischöfe glatt übersehen.

    Paulus hält sich nach 50 n.C. etwa 2 Jahre in Korinth auf. Seine vielen Reisen und in Massen „gefälschte“ Briefe in nur 6 Jahren passen nicht in die Zeit bis zur Einkerkerung um 57 n.C. in Caesarea durch Prokurator Marcus Antonius Felix. Paulus versucht durch Bestechung aus dem Gefängnis zu entkommen, wahrscheinlich konnte er nicht genug bieten. Der Nachfolger Prokurator Porcius Felix entsorgt Paulus nach Rom, wo er geköpft wird. Paulus behauptet römischer Bürger zu sein, nur Römer werden nicht geköpft. Der Paulus-Kult beginnt 120 Jahre später, seine selbst ernannten Schüler erfinden die Paulinische Theologie mit der Endzeit. Die Briefe des Paulus sind Fälschungen, ein Paulus-Brief wird sogar durch Papst Clemens VIII (1478-1534 n.C.) neu geschrieben und reduziert alle Paulus Texte zu „Hitler Tagebüchern“.

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  3. @Uwe Lehnert
    Leider kann ich nur 1 Pluspunkt anklicken, Du hättest mindestens 3 verdient. Ich hätte es nicht besser sagen können. Der Mut der ersten Humanisten gegen die christliche Mörderbanden aufzumucken ist bewundenrswert

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  4. Ich habe diesen Beitrag auf evangelisch.de wie folgt kommentiert. Da ich vermute, dass viele hier, keine Lust haben, diese Propaganda-Plattform zu besuchen, wiederhole ich hier diesen – nur leicht modifizierten – Kommentar:

    Kultureller Fortschritt durch Christianisierung?

    Auf die Christianisierung Europas könnte die Kirche stolz sein, wenn sich die christliche Lehre im Wettkampf der Religionen und Weltanschauungen auf rein geistige und philosophisch-theologische Weise durchgesetzt hätte. Tatsächlich hat sie sich in erster Linie gewaltsamer und denkbar brutalster Methoden bedient und hat sich durch Kreuzzüge, Ketzerverfolgung, Inquisitionsgerichte, »Hexen«verbrennungen, schonungslose Missionierung Andersdenkender, auch durch die gnadenlose Verfolgung der jüdischen Religion als geistige und geistliche Alleinherrscherin etabliert. Die bereits im Römerreich schon eingeführte allgemeine Schulbildung, die immerhin breiteren Schichten das Lesen und Schreiben vermittelte, wurde etwa ab dem vierten nachchristlichen Jahrhundert radikal abgeschafft, lediglich Klosterschulen wurden eingerichtet, die aber der Ausbildung von Theologen dienten und fast nur theologisches Wissen vermittelten. Bis zum vierten Jahrhundert verfügte Rom beispielsweise über 28 öffentliche Bibliotheken mit Hundertausenden Büchern und Schriftrollen. Mit der Christianisierung wurde dieses alles innerhalb eines Jahrhunderts planmäßig vernichtet. Wie sollte sich da eine weltanschauliche Alternative bei einer des Lesens und Schreibens unkundig gemachten Gesellschaft entwickeln? (Selbst der Christ Karl der Große konnte noch nicht einmal mehr seinen Namen schreiben!)

    Wie mühsam und lebensgefährlich die zaghaften ersten Schritte jener mutigen Menschen waren, die heute mit dem Begriff Aufklärung verbunden werden, ist allgemein bekannt. Wobei diese Aufklärer sich großteils noch im Rahmen der christlichen Lehre bewegten und vor allem die unglaublich inhumanen Auswüchse kritisierten, deren sich die Kirche schuldig gemacht hatte. Worin also soll die so gerühmte Leistung der sog. Christianisierung bestehen? In der geistlichen Ausrichtung einer ganzen Gesellschaft durch die Lehre, in der Entwicklung gar von Menschenrechten, im baulichen und sonstigem kulturellen Schaffen?

    Dass höchst beeindruckende kulturelle Werke in der Architektur, in der Malerei, in der bildenden Kunst, in der Musik entstanden sind, wovon diese Ausstellung künden wird, ist unbestritten. Aber wer weiß denn, was einer anderen Religion oder einer humanistischen, gar gottfreien Weltanschauung gelungen wäre, wenn sie denn wenigstens den Hauch einer Entwicklungschance gehabt hätte? Die schon bestehenden philosophischen und humanistischen Ansätze der Perser, der Griechen, der Römer in Richtung erster Überlegungen zu den Menschenrechten wurden durch die angeblich einzig wahre, weil direkt von Gott kommende Lehre selbstherrlich ausgelöscht. Antike Denker setzten sich bereits lange vor dem Auftauchen des Christentums mit der Würde des Menschen auseinander und mit der Frage nach dem Wert des Einzelnen in einer sozialen Gemeinschaft.

    So gesehen war diese Form der Christianisierung ein gewaltiger kultureller Rückschritt, auch wenn dieser Feststellung von christlicher Seite energisch widersprochen werden wird. Aber was kann man denn anderes denken und meinen, wenn wir und schon unsere Lehrer über Jahrhunderte und Jahrzehnte durch Schule, Studium und Bücher so einseitig informiert wurden?

    Erst die Renaissance, die Wiedergeburt, besann sich wieder auf die Kraft der Vernunft. Diese wertvollste Frucht unseres Geistes zu unterdrücken, gelingt – das mag Humanisten und Nichtgläubige ermutigen – immer nur zeitweise. (www.uwelehnert.de)

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