Europäische Vereinigung für jüdische Beschneider in Wien gegründet(Zirkumzision)


Bild:apa
Ein kleiner Schnitt für den Mann, ein großer Schritt für die Religion: die Beschneidung im Judentum. Dabei wird einem männlichen Säugling am achten Tag nach der Geburt die Vorhaut des Penis entfernt. Durch die Beschneidung, die Brit Mila, wird laut Tora (Buch Genesis) der Bund mit Gott geschaffen. Selbst säkular lebende Juden lassen ihre Söhne hierzulande meist beschneiden.

Von Alexia WeissWIENER ZEITUNG

Wer das Messer anlegen darf, ist klar geregelt. In Israel können sich Mohalim, also sogenannte Beschneider, beim Oberrabbinat registrieren lassen. In England gibt es seit 1745 die Initiation Society. In Österreich können qualifizierte Beschneider um Mitgliedschaft im Bundesverband der Mohalim in Österreich ansuchen. Nun wurde auch auf europäischer Ebene eine Vertretung geschaffen: die neu gegründete Union der Mohalim in Europa (Union of Mohalim in Europe, UME). Die Organisation hat ihren Sitz in Wien.

Zum Präsidenten gewählt wurde der Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister. Im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ umreißt er die Aufgaben der neuen Organisation: Sie soll dafür Sorge tragen, dass die jeweiligen nationalen Bestimmungen zur religiösen Beschneidung eingehalten werden. Dabei handelt es sich vor allem um medizinische Standards. Gleichzeitig will man hier eine Vertretung auf europäischer Ebene schaffen.

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