Verschwörungstheorien auf der Spur


Verschwörungstheoretiker haben dank des Internets leichtes Spiel. Sie können ihre kruden Thesen weltweit verbreiten. Wie gefährlich das sein kann, zeigte ein 3sat-Wissenschaftsabend.

Von Arne LeyenbergFrankfurter Rundschau

Was sind Verschwörungstheorien nicht für eine tolle Sache! Sie peppen unseren langweiligen Alltag auf, sie machen uns zu Eingeweihten, die die Wahrheit hinter der Wahrheit kennen, sie machen aus gescheiterten Journalisten gefragte Skeptiker, die in Talkshows ihr Bildschirm-Comeback feiern und nicht zuletzt halten sie die Demokratie am Leben, weil wir ach so mündige Bürger ja nicht einfach alles glauben, was uns die Regierung so auftischt. So weit kommt es noch.

So sitzt also manch einer in der Wüste Nevadas vor seinem Wohnwagen und starrt tagein, tagaus mit dem Feldstecher auf die Area 51, weil er glaubt, dort würden nicht nur Außerirdische versteckt gehalten, sondern dass diese abgeriegelte Mondlandschaft einst auch als Kulisse für die Mondlandung diente – und manch anderer glaubt daran, dass unsere Staatsführer in Wirklichkeit Reptilien sind, verantwortlich für den Holocaust wie 9/11. So skurril, so lustig.

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