Der Tod breitet sich im Körper wie eine Welle aus


Der Tod zeiht als „blaue Welle“ durch den Wurmkörper, der im Bild mit Zeitmarker „0 hrs“ sozusagen klinisch tot ist. | Copyright/Quelle: Coburn C, Allman E, Mahanti P, Benedetto A, Cabreiro F, et al. / plosbiology.org, ucl.ac.uk
Britische Forscher haben die letzten biologischen Ereignisse im Leben eines Wurms nicht nur beschrieben sondern auch sichtbar gemacht. In ihrer Studie zeigen die Wissenschaftler, dass sich der Tod sozusagen nicht schlagartig, sondern einer Welle gleich im Körper von Zelle zu Zelle ausbreitet, bis der gesamte Organismus verschieden ist. Die Beobachtung hat auch Konsequenzen für unser Verständnis des biologischen Alterungs- und Sterbeprozesses bei Säugetieren und Menschen.

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Laut den Forschern um Professor David Gems vom Institute of Healthy Ageing am University College London (UCL) löse der individuelle Zelltod eine chemische Kettenreaktion aus, die nach und nach zum Zusammenbruch von Zellkomponenten und der Ansammlung von molekularen Trümmern führe. Der molekulare Mechanismus dieses Vorgangs auf Zellebene sei zwar bereits relativ gut bekannt, doch wisse man noch kaum etwas darüber, wie sich der Tod am Ende des Lebens in einem Organismus ausbreitet.

In ihren aktuell im Fachjournal „PLoS One“ (DOI: 10.1371/journal.pbio.1001613) veröffentlichten Untersuchungen an Würmern konnten die Forscher diese Ausbreitung des Todes nun sehr einfach und gut beobachten, da unter Schwarzlicht eine blau-fluoreszierende „Welle“ sichtbar wird, die sich durch den Magen im ganzen Wurmkörper ausbreitet.

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