Leonardo Boff: „Ich habe Ratzinger nichts mehr zu sagen“


leonardo_boffDer Befreiungstheologe hofft auf Reformen durch den neuen Papst Franziskus. Nach Schriften über kirchliche Missstände erteilte ihm der Vatikan 1985 Rede- und Lehrverbot. Ein „Presse“-Interview.

Von Philipp LichterbeckDie Presse.com

Die Presse: Seit Montag ist Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Rio. Er sagte, dass er Sie gern treffen würde.

Leonardo Boff: Ja, allerdings erst, nachdem er die Reform der Kurie abgeschlossen hat. In Rio hat der Papst ausdrücklich darum gebeten, ein Buch von mir zu erhalten. Es ist gerade erschienen und heißt: „Franziskus von Assisi und Franziskus von Rom: ein neuer Kirchenfrühling?“ Der Erzbischof von Rio hat es ihm überreicht.


Der Titel drückt die große Hoffnung aus, die Sie in Franziskus setzen. Was würden Sie ihm persönlich sagen?

Ich würde ihn bitten, weiter die Armen ins Zentrum seines Pontifikats zu stellen – und zwischen diese Armen den Planeten Erde, der auf unvorstellbare Weise ausgebeutet wird. Der Name Franziskus steht für eine andere Kirche – eine einfache und arme Kirche, offen für alle und eine große Fürsprecherin der Natur.

weiterlesen

2 Comments

  1. Hmmm, immer diese armen und immer wieder enttäuschten Idealisten.

    Wo glauben die denn, wo die sich befinden?
    In einem Wunsch-Paradies?
    Pippi-Langstrumpf-Syndrom?

    „Halt Du sie blöd, ich halt sie arm!“
    Noch nie was davon gehört?
    Keine Kirchengeschichte gelesen?

    /sark

    Liken

Kommentare sind geschlossen.