Fragen zur Rolle der Religion in Israel


Mit der Wahl von David Lau (Mitte) und Yitzhak Yosef haben die beiden Kandidaten gewonnen, welche von den Ultraorthodoxen bevorzugt wurden. Bild: Abir Sulan, Keystone
In Israel sind neue Oberrabbiner gewählt worden. Die beiden neuen Amtsinhaber sind streng religiös. Viele Israeli identifizieren sich nicht mit den staatlichen religiösen Behörden, welche Einfluss auf wichtige Lebensbereiche ausüben.

Von Monika BolligerNZZ

Israels Medien haben am Donnerstag mehrheitlich dieselben Schlüsse aus der Wahl der beiden staatlichen Oberrabbiner gezogen, deren Resultate am Mittwochabend bekanntwurden. Es war die Rede von einem Sieg der Ultraorthodoxen und der Vetternwirtschaft. Mit der Wahl von David Lau und Yitzhak Yosef haben die beiden Kandidaten gewonnen, welche von den Ultraorthodoxen bevorzugt wurden. Für deren Parteien war der Wahlausgang insbesondere deshalb ein Triumph, weil sie in der neuen Regierung erstmals seit langem aus der Koalition gedrängt worden waren und die Nationalreligiösen ihnen seither ihre Positionen und Pfründen streitig machen. Deren Chef Naftali Bennett hat nun mit der Nichtwahl seines Kandidaten eine Niederlage einstecken müssen.

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