Entmachtet der Latino-Papst den konservativen Klerus?


Bild: AP
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Beim Weltjugendtag in Brasilien zeigt sich deutlich, wie Papst Franziskus die alten Machtstrukturen der katholischen Kirche herausfordert. Konservative Kreise beobachten die Entwicklung mit Argwohn.

Von Tobias KäuferDIE WELT

Sie hatten es geübt am Vortag, und fast alle Kardinäle machten fleißig mit: Für den größten Flashmob der Welt am Sonntag am Copacabana-Strand legten sich viele der ranghohen Gottesdiener mächtig ins Zeug. Venezuelas Kardinal Jorge Urosa zum Beispiel hatte sichtlich Spaß an der Probe. Strahlend tanzte der Erzbischof von Caracas zu den rhythmischen Klängen, als würde er täglich das Tanzbein schwingen.

Auch der eine oder andere afrikanische Kirchenmann zeigte keine Berührungsängste mit dem lateinamerikanischen Sakro-Pop, der so ganz anders ist als die klassische europäische Kirchenmusik. Und die fast drei Millionen jungen Pilger in Rio de Janeiro verwandelten den Strand innerhalb weniger Sekunden zu einer beeindruckenden Tanzbühne.

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2 Comments

  1. Da muss sich der Franz aus Südamerika aber warm anziehen. Der 33-Tage Papst hatte auch Ideen den Klerus zur Vernunft zu bringen. Mal sehen was der noch alles anstellt. Bis jetzt hat er mich ganz gut amüsiert.
    Bin gespannt wann die Hardliner aktiv werden.

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  2. In Rio ist immer Karneval. Ideale Voraussetzungen um den gesamten Klerus, von Rom dorthin zu versetzen. Da würden jedenfalls alle Skurrilitäten zusammenpassen. Wäre wahrscheinlich auch für den Franziskus persönlich vorteilhafter. Im Vatikan ist man von seinem Reformkurs eh´nicht begeistert. (Johannes-Paul I. lässt grüßen.) 😉

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