Göttliche Probleme: Allah in der evangelischen Kita


Foto: epd-bild/Jens Schulze
Um bei einer kirchlichen Einrichtung einen Arbeitsvertrag zu bekommen, ist die Mitgliedschaft in einer Kirche oder kirchlichen Gemeinschaft nötig, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehört. Eine Einstellung von nicht protestantischen Erzieherinnen ist in Ausnahmefällen möglich. Hierfür muss eine Sondergenehmigung beantragt werden. „Verwässert“ das Profil einer evangelischen Einrichtung, wenn dort eine Muslimin arbeitet? Oder stärkt sie gerade den interreligiösen Respekt? Zwei Seiten einer Debatte:

Von Manon Priebeevangelisch.de

PRO
Petra Pascheit: Friedliches Miteinander statt Angst aus Unwissenheit

Ich leite seit über 31 Jahren eine evangelische Kita. Fast genauso lang arbeitet eine muslimische Erzieherin für mich. Es war ein schwerer Kampf, bis wir die Genehmigung bekamen. Aber es hat sich gelohnt! Unsere religionspädagogische Arbeit profitiert sehr von der Muslimin in unserem Team. Unsere Kita liegt im Hamburger Stadtteil Sankt Pauli, hier sind die Protestanten klar die Minderheit. Wir sehen uns auch als Vorbild für ein respektvolles Zusammenleben in Frieden und guter Nachbarschaft. Bei uns lernen die Kinder ihre und die Religion anderer kennen. Wir vermitteln sowohl Unterschiede und Gemeinsamkeiten und leben ihnen den Respekt vor anderen Kulturen und Religionen tagtäglich vor.

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4 Comments

  1. @rhenus
    in jedem wissenschaftlichem Fachbuch stehen Axiome und vielfach bestätigte Theorien, die gegen die Bibel, alle göttlichen Erleuchtungen und das All-wissen des heiligen Popanz stehen.

    Einem Religioten vorzuschlagen so ein Buch zu lesen, erzeugt bei ihm unlösbare Konflikte, die auch ein Psychiater nicht mehr entwirren kann. Genausogut könntest Du einer katholischen Betschwester vorschlagen mit einem Schwulen ins Bett zu gehen um ihr Komplexe zu heilen.

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  2. @Freireligiöser
    Wissenschftler haben im Gegensatz zu Gläubigen keine Weltbilder sondern Arbeitshypothesen, die solange gelten, bis man durch Überprüfung der Wirklichkeit feststellt, so kann es einfach nicht sein. Dann werden sie verworfen und eine neue Hypothese formuliert. Wissenschaft ist härtester Wettbewerb der besten Ideen und sehr anstrengend. 😉

    Noch der frühe Einstein hätte Deinem Vorurteil über ein unendlichen All zugestimmt, bis er mit der Rotverschiebung Hubbles konfrontiert wurde. Schon der russische Mathematiker und Physiker Alexander Friedmann hatte Einstein aufrgrund der Gleichungen zur Relativität bewiesen, dass ein sich ausweitendes wie auch ein sich zusammenziehendes Universum möglich sei. Einstein hatte eine KorrekturKonstante eingeführt, um ein stetiges Universum zu ermöglichen, die er später als seine grösste Eselei bezeichnete. 😉

    Der belgische Katholische Geistliche und Physiker George Lemaître hat dann Einstein und die Wissenschaft vom Urknall überzeugt, was seinen Papst Pius XII. zur wilden Spekulation veranlasste, „der liebe Gott sei der Sprengmeister gewesen“. 😉

    Der Russisch-Amerikanische Physiker George Gamow hatte Ende der 40er Jahren des letzten Jahrhunderts vorausgesagt, nach dem Urknall müsse es eine Hintergrundstrahlung geben haben, dann als sich das Licht auzubreiten begann. Die Astrophysiker Wilson und Penzias von AT&T entdeckten diese Strahlung wie von Gamow vorausgesagt 1965, was Fernsehzuschauern mit Röhre als Rauschen nach den Testbild bekannt war.

    Wenn Dich neben der Religion astrophysikalische Fragen interessieren, es gibt ein leicht verständliches Buch des Engländers Simon Singh, Big Bang. „Der Ursprung des Kosmos und die Erfindung der modernen Naturwissenschaft“. Die englische Originalausgabe erschien 2004, die deutsche Übersetzung erschien 2005 beim Carl Hanser Verlag.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Bang_(Buch)

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  3. Hey Freireligiöser ! Bist Du eventuell der neue Messias ? Ich frage ja nur. Weil Du ja angeblich alles weißt. Egal, ob Du es bist oder nicht, jedenfalls kann es bestimmt nichts schaden wenn Du mal einen guten Psychiater aufsuchst.

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  4. Es ist grundsätzlich richtig, religiös zu sein. Aber es muss 100-mal weniger Geld ausgegeben werden für Religion. In der Zukunft wird es keine Großkirchen mehr geben, sondern kleinere religiöse Organisationen, in denen man bei Bedarf Mitglied werden kann.
    Im Übrigen ist das Weltbild der orthodoxen Wissenschaftler, dass das Universum durch einen Urknall entstanden ist, falsch. Die Zeit, der Raum und das Leben sind unendlich.

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