Reza Aslan: „Euer Jesus war wütender, als ihr Christen glaubt“


Foto: picture alliance / akg images /
Durch Fox News wurde sein Buch berühmt: Der Muslim Reza Aslan hat eine Studie über Jesus geschrieben. Seine These: So friedliebend wie die Christen ihn sehen, war er gar nicht.

Von Hannes SteinDIE WELT

Danke, „Fox News“! Mit einem einzigen Interview ist es dem konservativen amerikanischen Fernsehsender gelungen, ein hervorragendes Buch auf Platz eins der Amazon-Liste zu hieven. Man kann sich das Gespräch auf Youtube anschauen: knapp zehn Minuten ununterbrochener Peinlichkeit.

Es geht um Reza Aslan, einen Professor aus Kalifornien und Spezialisten für Religionswissenschaft, der eine Studie über Jesus von Nazareth mit dem eingängigen Titel „Zelot“ geschrieben hat. Die Interviewerin gibt sich strohdoof tief entsetzt: Wie er denn als gläubiger Muslim ein Buch über das Christentum verfassen könne? Und warum er dabei seinen islamischen Glauben verschweige?

weiterlesen

5 Comments

  1. @ Obelisk
    Hier irrt Russell. Der Beste und Weiseste der Menschen ist jemand namens „Freireligiöser“. 😉

    Gefällt mir

  2. Schön das wenigstens noch ein Muslim an die Existenz von Jesus glaubt, aber immerhin ist Er ja im Islam auch Prophet und Messias…. 😉

    Da das römische Reich spätesens im 4. Jahrhundert zur Beute des Christentums wurde und vom römischen Kaiser Theodosius I, auch noch zur römischen Staatsreligion und „wie der sprichwörtliche Bock zum Gärtner“ zum „Kustodian von römischer Bildung und Erziehung“ gemacht wurde, darf man wohl annehmen, das keines der historischen Dokumente ohne bewusste „christliche Kopierfehler“ vom vergänglichen Papyros auf ein neues übertragen wurde. Man schaue sich nur die die „sensationelle“ Konstantinische Schenkung“ an, die den legalen Machtanspruch des Christentums im westlichen Römerreich „bewies“ und das ganze Mittelalter kirre machte…. 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantinische_Schenkung

    Der promovierte Theologe und Pfarrer im Ruhestand Hermann Detering hat sich erneut das Leben Jesu wissenschaftlich vorgenommen und zeigt, seine geschichtliche Existenz bleibt ungesichert…..wahrscheinlich auch deshalb, weil er ja in den Himmel aufgefahren sein soll….und damit eine Untersuchung seiner letzten Ruhestätte wissenschaftlich wenig ergiebig wäre…. 😉

    http://hpd.de/node/12044

    Die geschichtliche Evidenz von Jesu ist jedenfalls ungewisser als die des Eismann’s Ötzi, der schon in der Kupferzeit, vor 5300 Jahren -also 3300 Jahre vor Jesus – im Tiroler Eisacktal aufwuchs und bei einer Tour durch Tirol – vom Vinschgau kommend – zwischen dem Schnalstal und dem Ötztal auf Alphöhe – wissenschaftlich gesichert -nicht gekreuzigt 😉 – sondern von einem Pfeil in der rechten Schulter getroffen wurde und danach an einem Gehirntrauma starb. Beim Tod von Ötzi bleibt nur noch ungewiss, ob er nach der Schulterverletzung durch einen Sturz auf die Felsen oder durch einen Schlag auf den Schädel starb. 😉 bei Jesus kann weiterhin über seinen Tod gestritten werden…wie das bei Untoten allgemein der Fall ist…. 😉 obwohl Ötzi lange nicht soviele Mythen produzierte wie Jesus…. 😉

    Gefällt mir

  3. Jesus war ein außergewöhnlicher Mensch, aber nicht der Sohn Gottes.
    Im Übrigen muss die Kirche sehr verkleinert werden. Und es muss 100-mal weniger Geld ausgegeben werden für Religion. Grundsätzlich ist es aber richtig, religiös zu sein.

    Gefällt mir

  4. @Obelisk
    Welcher von den 3 Jesus Figuren ist der Gute

    Der US-Sozialpsychologe Milton Rokeach führt von 1959-1961 im Ypsilanti State Hospital in Michigan eine bizarre Studie mit 3 Männern durch, die sich alle für Jesus halten. Den 3 Patienten gilt der jeweils andere Jesus als Roboter oder als Irrer. Äußere Einflüsse stimmen die 3 Söhne Gottes nicht um, zu einem Artikel in der Lokalzeitung über ihren Fall meinen sie die Patienten wären irre und gehören in eine Anstalt. Die 3 Jesus Typen wurden nie geheilt und bleiben bis zum Lebensende als ewig wahrer Sohn Gottes in der geschlossenen Psychiatrie.

    Gefällt mir

  5. Die Kommentarfunktion bei Welt Online wurde nach gerade mal 9 Beiträgen geschlossen. Offenbar ist man an einer Diskussion zu diesem Tema nicht sonderlich interessiert.

    Die ablehnenden Kommentare von Welt-Online-Christen sind schon herausragende Beispiele für die Denkblockaden, die mit dem religiös-dogmatischen Idealbild von Jesus einhergehen. Bertrand Russell hat nicht umsonst einen Christen folgendermaßen definiert: Er muss an Gott glauben und daran, dass Jesus „wenn schon nicht göttlich, so doch zumindest der Beste und Weiseste der Menschen war“.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.