Ein freier Tag für alle? Luthers Vermächtnis ist es wert?


Bild: heiligenlexikon.de
Arbeitgebervertreter haben vor einem Milliardenschaden für deutsche Unternehmen gewarnt, wenn die Länder einen einmaligen bundesweiten Feiertag am Reformationstag 2017 zulassen. Sie verkennen dabei aber, dass die Reformation nicht nur zur Gründung der protestantischen Kirchen geführt hat, sondern Luther Deutschland und die Welt verändert hat – auch zugunsten der Wirtschaft.

Von Janek Rauheevangelisch.de

Es ist eine gewaltige Zahl: Mehrere Milliarden Euro könnten der deutschen Wirtschaft entgehen, wenn im Jahr 2017 alle Arbeitnehmer am 31. Oktober frei bekämen – an diesem Tag hat Martin Luther vor 500 Jahren der Legende nach seine 95 Thesen an die Tore der Schlosskirche von Wittenberg genagelt. Damit rechnet der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, Luitwin Mallmann. 500 Millionen Euro verlören allein die Arbeitgeber in Mallmanns Stammland NRW. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände spricht sich aus Kostengründen ebenfalls gegen einen gesetzlichen Feiertag aus.

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Ein Gedanke zu “Ein freier Tag für alle? Luthers Vermächtnis ist es wert?

  1. Mit den besonders großen Polenböllern kann man jüdische Synagogen schwer beschädigen und Pattex eignet sich den Besuchern gelbe Sterne anzukleben. Damit wird man am Luther Feiertag seinem Erbe gerecht, welches auch der Bundesbegrüßungsonkel über alle Maßen lobt.

    Martin Luther formuliert 1546 n.C. im Pamphlet „Von den Juden und ihren Lügen“ den christlichen Antisemitismus als Vordenker von NAZI-Cretins wie Reichsleiter Heinrich Himmler und Reinhardt Heydrich mit der „Endlösung der Judenfrage“ in Auschwitz und anderen KZs:
    „(1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben..
    (2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    (3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    (4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    (5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    (6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    (7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

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