Neca eos annes – Deus suos agnosa


Corbis
Erbarmunglos verfolgte die Inquisition Andersgläubige als Ketzer. Prozessakten zeigen das Schicksal des südfranzösischen Dorfes Montaillou. Es galt als widerständiges Nest der Katharer. Und war jahrzehntelang das Ziel unerbittlicher Säuberungsaktionen.

Von Thorsten OltmerSpON

Es gibt kein Entrinnen. Alle wissen, was es bedeutet, wenn plötzlich der Pfarrer an die Tür klopft oder nach der Predigt einen Brief überreicht – es ist die Vorladung der Inquisition.

Guillaume Fort erhält sein Schreiben am 6. April 1321, dem Montag vor Palmsonntag. Darin steht, er sei der Ketzerei, der Häresie, verdächtig und habe am Samstag in der Stadt Pamiers vor den Untersuchungsrichtern der Inquisition zu erscheinen. Komme er nicht aus freien Stücken, werde er vorgeführt.

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1 Comment

  1. Der italienische Historiker Carlo Günzburg hat in seinem Buch der „Käse und die Würmer“ das Schicksal eines zweifelnden Bauern aus dem Friaul anhand seiner Inquisitionsakte nachgezeichnet. Von der Macht der Kirche erdrückt landete der Bauer auf dem christlichen Scheiterhaufen.

    In seinem Buch „Hexensabbat“ untersucht er die christliche Reaktion auf Lepra, Juden, Andersgläubige, christliche Abweichler, „Hexen“ und „Hexer“, die mit dem Teufel im Bunde seien und die für alles verantwortlich gamacht wurden, was Christen damals fürchteten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hexensabbat

    Das Handbuch zur Inquisition der „Hexenhammer“ war die Regel nach der Menschen zerstört und dann auch noch verbrannt wurden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenhammer

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