Scientology: Flucht vor dem bösen Onkel


scientology1Die Nichte des Scientology-Chefs hat ein Buch über ihre Kindheit in der Organisation geschrieben. Mit erschreckenden Erinnerungen.

Von Sabine Mezler-AndelbergDie Presse.com

Kurzfristige Verträge sind ihre Sache nicht: Wen die Scientology-Organisation „Sea Org“ an sich binden will, der unterschreibt für einen längeren Zeitraum, genauer für eine Milliarde Jahre. Und das bereits mit sieben Jahren, einem Alter, in dem amerikanische Kinder von ihren Eltern per Gesetz in den meisten Bundesstaaten nicht einmal allein zu Haus gelassen werden dürfen. Jenna Miscavige, die ihren Vertrag 1991 in sorgfältiger Schönschrift unterzeichnet hat, gehört von Geburt an zum „Adel“ der Scientologen, ihr Vater ist der Bruder des mächtigen David Miscavige, der direkt nach dem Tod des Sektengründers L. Ron Hubbard zum Herrscher über das Religionsimperium aufsteigt. In ihrem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch „Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht“ erinnert sich die heute 29-Jährige an ihre Kindheit und gibt Einblicke in den Familienalltag innerhalb der Organisation.

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1 Comment

  1. Allein der Titel: „… dramatische Flucht“ klingt schon aufmerksamkeitsheischend genug.
    Als sie in Interviews ihre „Flucht“ geschildert hat, klang dies höchstens emotional und wie eine „große Entscheidung“ – mehr nicht. Mit einer dramatischen Flucht ala James Bond etc. hat das rein gar nichts zu tun.
    Scientologen haben ansonsten auch eine recht einfache und eindeutige Einstellung zu Leute, die die Kirche verlassen wollen: wenn jemand gehen will, lassen sie ihn schnell gehen. Punkt! Aber in einem Buch klingt so etwas natürlich viiiiieeeeel zu langweilig.

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