Medienwissenschaftler Bolz: Kirchen sollten nicht Talkshow tauglich werden


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Berliner Medienwissenschaftler Bolz: „Schatz zweitausendjähriger Lebenserfahrung und Spiritualität nicht gegen Talkshow-Tauglichkeit eintauschen“

kathweb

Der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz warnt die Kirchen vor einer Anpassung an die Erwartungen der Medien. „Nichts wäre schlimmer, als wenn die katholische Kirche den Weg vieler protestantischer Kirchen einschlagen und sich immer gnadenloser der Medienwirklichkeit anpassen würde“, sagte Bolz am Donnerstag in Berlin der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. „Sie sollte den Schatz ihrer zweitausendjährigen Lebenserfahrung und Spiritualität wahren und nicht gegen Talkshowtauglichkeit eintauschen“, so Bolz, der selbst evangelisch ist.

In der Logik der Medien führe jede Anpassung schließlich zur „Nichtbeachtung und Gleichgültigkeit“, sagte der Wissenschaftler. „Nur das Widerständige bleibt interessant und eine News.“ Deshalb sei die Frage entscheidend, „ob die Kirche den Mut zur Authentizität aufbringt“. Die Medien böten der Kirche und dem Papst immer wieder an: „Wir finden dich gut, wenn du unseren Erwartungen entsprichst.“ Als sich Papst Benedikt XVI. „nicht darauf einließ, stempelte man ihn als Reaktionär ab“.

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1 Comment

  1. Die Sorge ist unbegründet

    Das fromme Geschwurbel der Katholen ist nur Wortgekliper um ihre 245 Dogmen herum. Die Texte dieser Dogmen sind so irrwitzig, die kann man nicht einmal in der geschlossenen Psychiatrie verkaufen

    Jeder Talkmaster würde so einen christlichen Traumtänzer alt aussehen lassen, keine gute Reklame. Lediglich auf den etwa 20 frommen Kanälen sitzen dann einige solche Typen zusammen und deuten Wort für Wort der ewig wahren Bibel als Rabulistik. Das kann man keine 3 Minuten aushalten

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