Ist der Islam undemokratisch?


Gruppengebet zum Abschluss des Ramadan in Pakistan. Foto: AP/dpa
Das Christentum hat mehr Gemeinsamkeiten mit demokratischen Prinzipien als der Islam, behauptet eine Islamwissenschaftlerin. Wirklich? Und wie kommt es, dass der Katholischen Nachrichtenagentur KNA dies eine Meldung wert ist?

Von Dirk PilzBerliner Zeitung

Dass auf den Wachtürmen der Demokratie auch die Dummheit ihren Posten bezogen hat, gehört nicht zu den überraschenden Nachrichten. Verblüffen mag allerdings den unbescholtenen Informationsendverbraucher, in welchen Gewändern die dumm machende, nämlich das Denken und die Genauigkeit unterlaufende Informationsweitergabe zuweilen auftritt. Dummheit ist ja kein Mangel an Wissen (dem ließe sich abhelfen), sondern der Unwille, zuweilen auch die Unfähigkeit, die Welt anders als in klappernd dualistischen Begriffen zu betrachten. Ein schönes Beispiel hierfür lieferte jetzt die Katholische Nachrichtenagentur, kurz KNA. Sie ließ am Donnerstag mitteilen, dass das Christentum nach Ansicht der Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher mehr Gemeinsamkeiten mit demokratischen Prinzipien habe als der Islam. Im Christentum gebe es die Grundannahme, dass der Mensch fehlbar und seine Macht einzuschränken sei. Das gehe mit der Demokratie einher, bei der es die Möglichkeit zu Abwahl aller demokratisch gewählten Volksvertreter und Kontrollgremien wie Parlamente gebe. Hingegen seien klassische islamische Scharia-Normen schwieriger mit Demokratie vereinbar. Zu diesen Ergebnissen komme die Wissenschaftlerin in ihrer neuen Publikation „Islam und Demokratie – Ein Gegensatz?“

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1 Comment

  1. Demokratie mit Wissenschaft, unabhängiger Bildung, freier Meinungsäußerung in Wort und Schrift sowie Menschenrechten sind 200 Jahre alt. Den Religionen gilt so etwas als Blasphemie und Todsünde, es ist durch den alles dominierenden Gotteshumbug zu ersetzen. Mittels „Brainwash“ im frühen Kindesalter akzeptieren etwa 25% der Menschen die selbst ernannten Oberhirten, die ein himmlischer Zombie fernsteuert. Durch Terror verhindern die Oberhirten friedliche Koexistenz als Bedrohung,

    In den Religionen agieren als Oberhirten als Fanatiker, Pädophile, Schizophrene, Unsterbliche, Auserwählte und All-wissende, die den kleinen Kindern Rassismus mit Gewalt einpauken. Die Oberhirten selber ignorieren die gepredigte Moral und Ethik, sie morden, rauben, fälschen, missbrauchen Kinder, huren, zocken und belügen die Gläubigen, um sie durch Terror zu disziplinieren. Diktaturen und Religionen als faschistoide Zwangssysteme überleben nur, wenn sie Kritik und abweichendes Handeln unterdrücken oder ganz ausrotten.

    Es ist vollkommen egal, ob man auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, in einem Kerkerloch von den Ratten gefressen wird oder öffentlich gesteinigt wird – alles nur weil man eine eigene Meinung hat und die Menschenrechte für wichtig hält – was von Religioten als Todsünde eingestuft unf geahndet wird

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