Homophobie in Russland – Debatte um Olympia-Boykott


sotschi_2014Die zunehmende Verfolgung von Lesben und Schwulen in Russland hat eine Debatte über einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ausgelöst.

evangelisch.de

Der SPD-Politiker Johannes Kahrs und der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, brachten eine Verlegung der Spiele an einen anderen Ort ins Gespräch. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) kritisierte die Behandlung von Homosexuellen in Russland scharf, betonte aber zugleich: „Ich halte die Diskussion über Olympia-Boykotte für falsch.“ Das schade dem berechtigten Anliegen des Minderheitenschutzes mehr, als es ihm nütze.

In der Kritik steht insbesondere ein russisches Gesetz, dass das Zeigen von Homosexualität in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Es wird befürchtet, dass homosexuelle Sportler während der Olympischen Spiele deshalb drangsaliert werden könnten.

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1 Comment

  1. Die Olympia nützt überhaupt niemandem, außer dem Geldbeutel der Veranstalter.
    Jede Stadt, in der die Olympia stattfindet, erleidet einen wirtschaftlichen Schaden, von dem sie sich in Jahrzehnten nicht erholen kann.
    Im Umfeld der Olympia werden Grundgesetze wie die Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt. Das Tragen eines olympiakritischen T-Shirts kann zu einer Verhaftung führen.

    Ob nun Sportler die Spiele in Russland boykottieren oder nicht hat auf die Situation der LGBT-Minderheiten dort so viel Auswirkung als würde in China ein Sack Reis umkippen.

    Auch wenn solche Außer Kraft gesetzten Grundgesetze in Russland von vornherein nicht existieren, kann Sotschi – und seine homosexuellen Bewohner – auf einer wirtschaftlichen und sozialen Ebene nur gewinnen, wenn die Spiele dort nicht stattfinden.

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