„Neger“ oder „Südseekönig“?


Jan Fleischhauer schreibt jede Woche die Kolumne „Der Schwarze Kanal“ auf Spiegel Online Foto: pro
Die Political Correctness in der deutschen Sprache hilft nicht, reale Diskriminierung zu verhindern. Das haben der Journalist Jan Fleischhauer und die CDU-Politikerin Erika Steinbach gestern auf einem Diskussionsabend in Frankfurt gesagt.

pro Medienmagazin

Hinter der politisch korrekten, „verkrampften“ Sprache stecke der in seinen Augen falsche Gedanke, man könne die Gesellschaft verändern, indem man die Sprache ändere, sagte Jan Fleischhauer.

Bei der Diskussion ging es zum Beispiel um Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, bei denen Wörter, die heute als anstößig empfunden werden, ausgetauscht werden sollen. So gilt das Wort „Neger“ heute als diskriminierend, daher solle Pippis Vater nicht mehr „Negerkönig“, sondern „Südseekönig“ sein. Fleischhauer sagte, er würde einen dunkelhäutigen Menschen im Gespräch niemals „Neger“ nennen, weil er niemanden mit einem Begriff bezeichnen würde, den die Person als beleidigend empfinden würden. Allerdings gehe es hier um historische Dokumente, die nicht einfach umgeschrieben werden sollten.

weiterlesen