Richard Dawkins Nobelpreis-Shitstorm


Nobelpreis-MedailleWarum hat das Trinity-College in Oxford mehr Nobelpreise bekommen als die gesamte muslimische Welt?

Muslimische Welt, religiös, kulturell oder ethnisch betrachtet?  Dawkins twittert seine Frage und entfacht einen Sturm der Entrüstung, warum eigentlich ist nicht eindeutig zu beantworten. Kenner der atheistischen Szene wissen, Dawkins rocking the boat. Das Boot sind alle Religionen, sie sind gleich gut oder eben alle gleich schlecht. In seinem Film „The Root of all Evil“ bringt Dawkins deutlich diesen Standpunkt zum Ausdruck, ohne Ausnahme. Kritisiert, polemisiert Dawkins über das Christentum sind es vornehmlich christliche Theologen und/oder Kulturwissenschaftler die ihren protestierenden Aufschrei der Welt kund tun. Der Rest nickt zustimmend, grummelnd, aber der vernehmliche Protest bleibt aus. Setzt Dawkins den Islam polemischer Kritik aus, schreit die Welt auf, selbst säkulare Vertreter verdummen sich nicht und sprechen von Rassismus, unterstellend Dawkins würde rassistisch argumentieren, was er nicht tut. Es ist Religionskritik, heftig, deftig, aber nicht mehr und nicht weniger. Religion muss das aushalten und der Islam hält das auch aus nur nicht einige Sensibelchen, die ihren Gott außerhalb jeder Kritik verstehen.
Seit 1901 werden die Nobelpreise vergeben. Die meisten muslimisch geprägten Länder waren zu dieser Zeit Kolonien der britischen Krone, ohne wenn und aber, von Indien bis ans Mittelmeer reichte der Einfluss britischer Macht. Die Mittel für Forschung wurden im Mutterland ausgegeben und verwertet.

Der Generalgouverneur und Vizekönig von Indien, Lord Mountbatten, machte mittels eines Federstrichs 20 Millionen Paschtunen zu Ausländern, als er mit seinem Plan die Länder des indischen Subkontinents in die Unabhängigkeit entließ. Wissenschaftliche Forschung konnte unter solchen Bedingungen nicht gedeihen.

Wissenschaft entwickelt sich dort, wo wirtschaftliche Stärke vorhanden ist. Das ist auch ein Grund, weshalb die meisten Nobelpreisträger aus den USA kommen. Wissenschaft gedeiht nicht in der Unfreiheit der Gedanken und der Personen und schon gar nicht im zänkischen Gestreite darüber, wer den stärkeren und besseren imaginären Freund sein eigen nennt.
Die Frage ist, wieviele Nobelpreisträger vom College in Oxford waren/sind Christen oder um die Position von Richard Dawkins zu vertreten Atheisten, wenn man schon wissenschaftliche Leistungen mit religiösen Mythen vergleichen will? Wir haben 3 muslimische Nobelpreisträger christlichen Glaubens, 1960 – Peter Brian Medawar(Medizin), 1990 – Elias James Corey(Chemie), 1998 – Ferid Mourad(Medizin). Hier wird das ganze Dilemma der Einteilung nach Religionen sichtbar. Von den über 120 jüdischen Nobelpreisträgern ganz zu schweigen. Wer listet den Rest auf? Teilt uns mit, die Anzahl der Protestanten, Katholiken, Pfingstler, Zeugen Jehovas, Evangelikale?
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren;“ lesen wir in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dabei sollten wir es bewenden lassen.

Wer Menschen anhand ihres Glaubens identifiziert grenzt ein und aus, ein Privileg, dass die Religionen für sich in Anspruch nehmen, eine humanistische Position ist das nicht.

6 Comments

  1. @gottmagus
    Mir sind die Juden so egal wie die Türken, ich habe 2 1/2 Jahre in 5 Muslimen Ländern gearbeitet und für Großprojekte Leistungen mit Hundertschaften von Arbeitskräften der dritten Welt vollbringen müssen, wobei die Leistung nach westlichen Standard bemessen wurde. Das prägt nachhaltiger als Märchen aus der Geschichte

    Wissenschaft ist eine offene, freie und im Ergebnis neutrale und Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Tests, Hypothesen, Fakten und Fossilien wieder und wieder auf der Suche nach beweisbaren Erklärungen für eine allen Forschenden frei zugängliche und beliebig prüfbare Realität. Freies Denken im Zweifel als wesentliches Element reduziert die Theologie zur Pseudo-Wissenschaft mit Mythen, Wundern, Engeln, Zombies und absoluten Vorgaben von ewig wahren Ergebnissen. Wissenschaft und Religion sind totale Extreme, sie in Verbindung zu setzen ist der argumentative Tod jedweder Religion. Realitätsverweigerung und Ignoranz der Religionen gelten medizinisch als Wahn, im Extrem als psychopathologische Schizophrenie, wenn der Wähnende leidet oder als untragbar für seine Mitwelt in der Psychiatrie endet.

    Muslime Länder mit 25% der Weltbevölkerung entwickeln kaum Intelligenz, naturwissenschaftliche Leistungen sind Zufälle, keine Wissensdisziplin zeigt substantielle Erfolge. Darin Tätige werden diffamiert, bedroht, eingesperrt oder getötet, gut bezahlte Arbeitsplätze für Naturwissenschaftler sind in Muslimen Ländern nicht vorhanden. Der lernbegierigen Jugend wird jede Abweichung vom Religionsdiktat extrem bestraft, in der Ausbildung durch ein gravierend gekürztes Lernangebot konform mit dem Wissen des Korans, das in der Anwendung zu nichts taugt.

    Die Juden stellen nur 0,2% der Weltbevölkerung in Israel lebend. Das Land hat 3% Analphabeten, 9% sind es in Deutschland und etwa 75% in der islamischen Welt. Mit 145 Ernennungen stellen die Juden 26% der 555 Nobelpreise seit 1901 bzw. 17% der Nobelpreisträger in den wirtschaftlich wichtigen Naturwissenschaften. Naturwissenschaften. Der islamische Kulturkreis mit 25% der Weltbevölkerung stellt dagegen nur 2 Nobelpreisträger. Das Verhältnis von 1:9000 ist ein Beleg von Degeneration durch 1.300 Jahre Inzucht zur Reinhaltung der Ehre – was immer das ist. Es ist offenbar eine Ehre ein verblödeter Analphabet zu sein.

    Bei Ehen mit Cousins verdoppelt sich das Risiko von Missbildungen und Gehirnschäden. Muslime Ländern mit etwa 2 Milliarden Menschen bei 75% Analphabetismus erzeugen nur 10% des westlichen BIP, es wird seit 60 Generationen zu 66% in der Großfamilie geheiratet. Ein Wunder wenn es überhaupt als normale ansehbare Muslime ohne Inzuchtschäden gibt.

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  2. @Gottmagus

    Der Vergleich Richard Dawkins zu den Nobelpreisträgern geht auf einen Vortrag des US AstroPhysikers Neil deGrass zurück, der die wissenschaftliche Blüte des Islam’s zwischen 800 und 1100 und sein jähes Ende im 12. Jahrhundert durch den Einfluss al-Gazali’s beschreibt.

    Neil deGrasse Tyson nutzt im YouTube Filmchen über mittelaltetliche Astronomie „Das goldene Zeitalter des Islam (The Golden Age of Islam: Naming Rights)“ den wissenschaftlichen Reichtum und den Fortschritt islamischer Länder zwischen den Jahren 800 und 1100, vor allem im damaligen kulturellen Zentrum der Welt in Bagdad, (…als bei uns noch das finsterste Mittelalter „blühte“).

    Während die Sternbilder und Planeten bis heute römische und griechische Namen tragen, seien die meisten sichtbaren Sterne von ihren damaligen Entdeckern arabisch benannt worden. Die Wissenschaften, Philosophie und Medizin blühte in der arabischen Welt, weshalb wir heute arabische Zahlen verwenden und warum wir uns mit „Algebra“ und „Arithmetik“ beschäftigen. Diese wissenschaftliche Blüte endete abrupt im 12. Jahrhundert, als der Persische Mystiker und Islamische Eiferer al-Ghazali auf die Arabische Welt einen starken Einfluss bekam.

    Wie voher in der christlichen Spätantike – als Wissenschaftler, Mathematiker, Schriftsteller und Mediziner…. von christlichen Eiferern zur Vernichtung ihrer Bibliotheken mit „Teuflischen Lehren wie Mathematik, Astronomie und Navigation… wie auch der Ingenieurskunst gezwungen wurden“ und Wissenschaft auf den Scheiterhaufen landete….. und „die für das frühe Christentum unbequemen Wissenschaftler zur Auswanderung nach Alexandrien (OstRom) gezwungen wurden, fand auch diese erstaunliche wissenschaftliche Blüte mit dem Wirken eines Theologen des Islam, Philosophen und Mystiker Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazali (*1058 in Tūs bei Maschhad; † 19. Dezember 1111) im 1200 Jahrhundert ein jähres Ende.

    Antike Philosophie und Naturwissenschaft – vor allem die Mathematik und die antike Philosophie – wurden wie 800 Jahre zuvor von christlichen Eiferern – nun auch von islamischen Eiferern als „Teufelszeug“ und wenig gottgefällig geächtet.

    DeGrasse Tyson argumentiert, der Niedergang der Wissenschaft im Islam in die Bedeutungslosigkeit sei durch den Einfluss des Islamisten al-Ghazali ausgelöst worden, der Wissenschaften -wie zuvor die spätantiken Christen- wiederum als „teuflische Lehren“ brandmarkte.

    Man solle sich heute mal die Liste der wissenschaftlichen Nobelpreisträger ansehen, argumentiert deGrasse Tyson, die sich mit nur zwei Preisträgern aus islamischen Ländern, weit unterhalb deren Anteil an der Weltbevölkerung darstellt.

    Bei uns hatte die Renaissance die Fesseln des Christentums auf Wissenschaft, Kultur, Literatur, Mathematik….gesprengt; eine Aufklärung die islamisch geprägte Länder noch vor sich haben.

    Richard Dawkins nutzte in seinem Vergleich diese Systematik deGrasse Tysons‘, wenn er auf die schlechte Ausgangsposition islamischer Länder im Wissenschaftsbetrieb an der geringen Zahl von wissenschaftlichen Nobelpreisträger festmacht. 😉

    Die Aufregung über diese Binsenwahrheit Dawkin’s ist für kritische Rationalisten kaum nachzuvollziehen. 😉 😉

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  3. Dawkings hat zu einer Form der Kritik gegriffen, die gerne von Neurechten und Fundis jüdischen und christlichen Glaubens benutzt wird, um sich der Überlegenheit der christlich-jüdischen Welt zu versichern. Vergeht kaum ein Tag auf PI-News.net, wo dieses Argument nicht zu lesen ist. Es ist auch bei anderen rechten und christlich fanatischen Möchtegernislamkritikern ungemein beliebt. Zudem ist diese Form der Kritik viel zu dumm und primitiv. Und er hat die durchaus bemerkenswerten technologischen Fähigkeiten des osmanischen Reichs völlig ignoriert. Ein Reich, das es geschafft hat über Jahrhunderte Europa zu bedrohen, benötigte dafür mehr als nur große Armeen. Und das Märchen über einen Türken, der mit einer von Schwarzpulver betriebenen Rakete in den Himmel aufstieg, ist ein starker Hinweis darauf, daß man auch im osmanischen Reich forschte, ich vergleiche das gerne mit den Geschichten über die Wunderwaffen des Archimedes.

    Mann kann den Islam viel eleganter massakrieren, wenn man sich an dessen Mythen und Schriften hält und schlau genug ist in Ehrenmorden oder der Verheiratung alter Männer mit kleinen Kindern keinen Joker zu sehen, der als Superwaffe dient.

    Bei nicht wenigen Nobelpreisvergaben wurde und wird darüber spekuliert, ob da nicht jemand hinter der Bühne Einfluss auf die Vergabe nahm.

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  4. Was mich an den Muslimen so stört ist ihre wehleidige Beleidigtheit, bringt ma auch nur die leiseste Kritik an ihrer Religion vor, das wird immer als persönlicher Angriff gesehen. Und das Wort „Humor“ scheint ihn ihrem Sprachschatz nicht vorzukommen.

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  5. „Wir haben 3 muslimische Nobelpreisträger christlichen Glaubens“
    Was, bitteschön, ist das denn? Gibt es jetzt schon Menschen, die Christen und Moslems zugleich sind? Oder ist „Moslem“ jetzt doch ’ne ethnische Bezeichnung?
    Im übrigen waren die Eltern von Medawar und Corey und mindestens die Mutter von Murad Christen, und alle waren von Geburt US- oder Britische Staatsbürger. Wofür soll das also Beleg sein? Kopfschüttel…

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