Christenverfolgung und das Schweigen der westlichen Welt


Bild: mgb-home.de
Vor allem Christen sind von weltweiter Verfolgung betroffen. Dies stellen die Autoren des Buches „Bedrohtes Menschenrecht: Zur internationalen Lage der Religionsfreiheit heute“ der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung heraus. Herausgeber Hans Zehetmair ärgert bei weltweit fast 100 Millionen verfolgten Christen vor allem das Schweigen der westlichen Welt.

Von Johannes Weilpro Medienmagazin

Die Christenverfolgung habe aus Zehetmairs Sicht eine Konstante: „Während wir schweigen, leiden und sterben Menschen“. Das Christentum genieße zwar wie keine andere Religion die Sonnenseiten der Religionsfreiheit, er vermisse aber in vielen Situationen, in denen Christen benachteiligt werden, einen Aufschrei des „christlichen“ Westens. Für ein friedliches Zusammenleben hält der ehemalige CSU-Staatsminister den interreligiösen Dialog und das deutliche Eintreten für Religionsfreiheit als universelles und unteilbares Recht für unabdingbar.

Symbiose von Macht und Religion

Der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Heiner Bielefeldt, betont, dass Religion einerseits Sinn stifte und Menschen Orientierung vermittele, andererseits aber auch Ungleichheit und Dominanz rechtfertige. Bei Angst und Unsicherheit suchten Religionsgemeinschaften oft die Nähe zur politischen Macht. Im Gegenzug verbündeten sich Machthaber häufig gerne mit einflussreichen religiösen Gemeinschaften.

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