Theolügin: Wissen der Kirche ist Stachel gegen Machtanmaßung


Johanna Rahner: Auf Wandlungs- und Entwicklungsfähigkeit des Menschen setzen statt Bibel für politische Kämpfe instrumentalisieren

kathweb

Als „Stachel im Fleisch von Macht- und Überlegenheitsanmaßungen“ bezeichnet die Theologin Johanna Rahner das „gefährliche Wissen“ der Kirche. Ein solches beziehe sich immer gleichermaßen auf Kirche und Welt, wirke auf beide „selbstkritisch und selbstreinigend“ und erinnere stetig aufs Neue daran, „dass wir als Kirche vor allem eine Weggemeinschaft sind und keine Besitzgemeinschaft oder dass unsere Gottesbilder nur eine sehr vorläufige Rede begrenzter Menschen darstellen“, so die Fundamentaltheologin und Ökumenikerin, die ab Herbst den ehemaligen Lehrstuhl von Hans Küng an der Universität Tübingen übernehmen wird, in der aktuellen Ausgabe der Eisenstädter Kirchenzeitung „martinus“.

Das „gefährliche Wissen“ der Kirche, das etwa Personen wie Franz von Assisi oder Dietrich Bonhoeffer, aber auch Ereignisse wie das Zweite Vatikanische Konzil vermittelt hätten, zeige sich vor allem im Aufruf, Verabsolutierungen eigener Geltungsansprüche eine Absage zu erteilen. Es sei eine „stets kritische Anfrage, ob und wieweit wir und Gott ‚greifen‘, uns seiner bemächtigen oder ihn gar instrumentalisieren“. Dieses „gefährliche Wissen“ sei somit ein Korrektiv gegen jene, „die ihre Macht auf den ‚Besitz von absoluter Wahrheit‘, auf den ‚Besitz von Gott‘ gründen“, so die Theologin.

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1 Comment

  1. Warum hat dieses von Frau Rahner entdeckte „gefährliche Wissen“ der katholischen Kirche bei der 2000 jährigen „pädophilen Liturgie“ wohl versagt? 😉

    Gehört die inquisitorische Anweisung „RatzeBene’s“ an alle Bischöfe dieser Welt, alle kompomittierede Akten über den wetweiten kirchlichen Kindsmissbrauch nur noch im Vatikan – ausserhalb des Zugriffs staatlicher Strafverfolgung – zu bunkern, auch mit dem von Frau Rahne entdeckten „gefährlichen Wissen“ der Kirche zusammen oder handelt es sich hierbei vielleicht doch eher um „gefährdendes Wissen“ das verschwinden soll ? 😉

    http://www.reimbibel.de/JR.htm

    Da bleibt als „gefährliches Geheimnis“ wohl nur noch die drängende Frage, warum der deutsche Steuerzahler einen solch unsinnigen Lehrstuhl an der Uni Tübingen überhaupt überhaupt noch finanzieren muss und ob dieses Geld, das der Lehrstuhl verbrennt, nicht sinnvoller in wichtigen Lehrstühlen verwendet werden könnte? 😉

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