Die frühen Christen und die Apokalypse


Philipp Jacob Loutherbourg – Die Apokalypse: Die Vision des weißen Pferdes (1798) (Bild: Tate, London 2012)
Die Offenbarung des Johannes ist das wohl geheimnisvollste Buch der Bibel. Die amerikanische Religionswissenschaftlerin Elaine Pagels behauptet, es entschlüsselt zu haben. Das ist etwas übertrieben, aber immerhin stellt sie die Apokalypse in den historischen Kontext ihrer Entstehung.

Von Irene BinalDeutschlandradio Kultur

Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie eines Löwen Rachen.

So sieht sie aus, die Apokalypse, das Ende der Welt, glaubt man jenem Johannes, der das letzte Buch der Bibel verfasste und seither Gelehrte wie Laien beschäftigt. Wer war dieser Mann mit den alptraumhaften Visionen? Und wie gelangte sein Text in die Bibel? Diesen Fragen geht Elaine Pagels nach, in einem Buch, das etwas mehr verspricht, als es halten kann: Denn wirklich entschlüsselt wird die rätselhafte Schrift nicht, vielmehr in einen historischen Kontext gesetzt:

Die Geschichte der Johannesoffenbarung und ihre Interpretation durch die Christen beginnt zu der Zeit, als Jesu Anhänger eine kleine und verfolgte Minderheit bildeten, und führt über die sich allmählich etablierende Bewegung bis zur Festsetzung des neutestamentlichen Kanons, nachdem Kaiser Konstantin Christus zu seinem Schutzherren und das Christentum zur vorherrschenden Religion des Römischen Reichs erklärt hatte.

weiterlesen

2 Comments

  1. Das was die Tante betreibt ist keine Wissenschaft, würde sie die betreiben wäre sie sofort arbeitlsos

    Wissenschaft ist eine offene, freie und im Ergebnis neutrale und Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Tests, Hypothesen, Fakten und Fossilien wieder und wieder auf der Suche nach beweisbaren Erklärungen für eine allen Forschenden frei zugängliche und beliebig prüfbare Realität. Denken im Zweifel als wesentliches Element reduziert die Theologie zur Pseudo-Wissenschaft mit Mythen, Wundern, Engeln, Zombies und absoluten RKK Vorgaben einer ewig wahren Pseudo-Realität. Wissenschaft und Religion sind totale Extreme, sie in Verbindung zu setzen ist der argumentative Tod jedweder Religion. Realitätsverweigerung und Ignoranz der Religionen gelten medizinisch als Wahn, im Extrem als psychopathologische Schizophrenie, wenn der Wähnende leidet oder als untragbar für seine Mitwelt in der Psychiatrie endet.

    Gefällt mir

  2. Prima Gelegenheit, mal wieder Werbung für die Reimbibel zu machen:

    Und ein Tier mit sieben Zungen
    redete viel Lästerungen.
    Häupter sieben, Hörner zehn,
    Bärenfüße hat’s zum Geh’n.

    Hat vom Drachen seine Kraft
    und sein Maul ist grauenhaft.
    Und sie sprachen: „Ist wer hier,
    der bekriegen kann das Tier?“

    Noch ein Tier gleichwie ein Lamm
    plötzlich aus der Erde kam.
    Macht, dass Glut vom Himmel falle
    und verführt auf Erden alle.

    Machte, dass ein Zeichen stand
    auf der Menschen rechter Hand
    oder auf der Stirn ein Mal.
    Sechs-sechs-sechs war seine Zahl.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.