Reza Aslan: „Ich war von Jesus besessen“


Der Autor Reza Aslan über sein Faible für den Erlöser

Von Evelyn FingerZEIT ONLINE

DIE ZEIT: Mister Aslan, warum ein Buch über Jesus? Die Liste der Autoren ist doch bereits endlos: von den Evangelisten bis zu Hans Küng und Papst Benedikt, von Nikos Katzanzakis bis James Frey.

Reza Aslan: Weil trotzdem etwas fehlt. 90 Prozent der Forschungsliteratur beurteilt Jesus aus der Perspektive des christlichen Glaubens. Ich wollte die erste populäre Biografie schreiben, deren Quelle nicht das Evangelium ist, sondern das Palästina des 1. Jahrhunderts.

ZEIT: Welche Autoren haben Sie beeindruckt?

Aslan:John Dominic Crossan mit Jesus. A Revolutionary Biography und John P. Meier mit A Marginal Jew. Aber beide sind sehr akademisch.

ZEIT: Was ist Ihre Pointe?

Aslan: Ein armes Kind aus Palästina, ein ungebildeter Nobody gründet eine Bewegung, die die mächtigste Regierung der Welt in Rage bringt. Dieser Jesus ist so hinreißend, dass man zu seinem Anhänger werden kann, auch ohne ein Christ zu sein.

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1 Comment

  1. Wer lesen kann,ist klar im Vorteil. Der Messias der Christen ist sexistischer, xenophober, cholerischer, rassistischer jüdischer Haßprediger und Weltuntergangsprohet gewesen, wenn es ihn denn gab, ..

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